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„Wir lassen uns das Volksfest nicht vermiesen“

Springe „Wir lassen uns das Volksfest nicht vermiesen“

Wie misst man den Erfolg oder Misserfolg eines Volksfestes? Daran, dass die, die gekommen sind, Spaß haben? Oder daran, dass offenbar immer weniger mitfeiern? Der Spielmannszug war dieses Jahr als Ausrichter angetreten, um genau diese Bürger zurückzugewinnen. Er ist zufrieden mit der Resonanz - und enttäuscht von Kritik.

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Da geht’s lang: Die Gastgeber vom Spielmannszug auf dem Weg durch Springe.Fotos: Zett

Springe. Springe. Wie misst man den Erfolg oder Misserfolg eines Volksfestes? Daran, dass die, die gekommen sind, Spaß haben? Oder daran, dass offenbar immer weniger mitfeiern? Der Spielmannszug war dieses Jahr als Ausrichter angetreten, um genau diese Bürger zurückzugewinnen. Um das Volksfest in Springe wieder zum Fest fürs Volk zu machen.

„Unsere Bilanz ist einfach nur gut“, sagte Christa Heinzel als Vorsitzende des Ausrichters gestern Abend. „Wer mitgefeiert hat, ist begeistert.“ Dass die Teilnehmerzahl beim gestrigen Festumzug deutlich zurückgegangen ist, führt sie auch auf die schwindende Zahl Ehrenamtlicher in vielen Vereinen zurück: „Sie sehen nicht mehr so wie früher die Notwendigkeit, sich öffentlich zu präsentieren.“

Dass zu den Feiern im Zelt deutlich weniger externe Besucher kamen als erhofft, sei bedauerlich: „Da hätten wir natürlich gerne mehr Leute erreicht.“ Dass sie gestern etwa bei Facebook teils harsche Kritik über das Volksfest lesen musste, habe sie enttäuscht, sagt Heinzel: „Aber wir lassen uns das nicht vermiesen. Wer daheimgeblieben ist, kann ruhig meckern.“

Ein weiteres Ziel hat der Spielmannszug in jedem Fall erreicht: Nicht nur die fünf Ausrichtervereine des Festes arbeiten erstmals enger zusammen. Auch mehrere externe Vereine wie den FC Springe haben die Organisatoren in das Programm des Festes eingebunden - etwa beim Kindertag: „Das hat prima funktioniert“, freute sich Heinzel gestern.

Das Wetter stimmte am Nachmittag, die Stimmung war gut - und doch wunderten sich zahlreiche Zuschauer beim großen Festumzug zum Finale: Die Fußgruppen und Wagen brauchten nicht lange, um an ihnen vorüberzuziehen. Und ein Blick auf die Zahlen zeigt, woran das gelegen haben mag: Waren im Jahr 2014 den Ausrichterangaben zufolge noch mehr als 1000 Teilnehmer mit 50 Fußgruppen, Festwagen und Musikkapellen dabei, sank die Zahl ab: Der Spielmannszug selbst sprach gestern von 630 Teilnehmern, die sich der Starterliste zufolge auf 34 Gruppen und Wagen verteilten.

Die, die dabei waren, hatten Spaß: Sie sangen, tanzten, winkten, warfen den Zuschauern Süßigkeiten zu und machten Werbung für sich und ihr Angebot. Vorneweg marschierte die Politik durch die Kernstadt, unter anderem mit Ortsbürgermeister Karl-Heinz Friedrich, Vize-Bürgermeister Volker Gniesmer, dem Ratsvorsitzenden Christoph Rohr und der Landtagsabgeordneten Gabriela Kohlenberg. Die Route führte vom Festplatz über die Bahnhofstraße und Fünfhausenstraße über das Oberntor und den Marktplatz, von wo es durchs Niederntor zurück zum Zelt ging.

Von Christian Zett

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