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Wird Betriebshof von Regiobus wieder aufgebaut?

Eldagsen Wird Betriebshof von Regiobus wieder aufgebaut?

Für Eldagsen geht es um alles oder nichts: Der Regiobus-Aufsichtsrat stimmt am Mittwoch darüber ab, ob das Unternehmen Eldagsen treu bleibt und in den Standort investiert oder den Betriebshof am Loffenkamp aufgibt.

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Nur noch Schutt und Asche: Zehn bis zwölf Millionen Euro Schaden entstanden bei dem Großbrand vor gut einem Jahr am zweiten Weihnachtsfeiertag.

Quelle: Hermann (Archiv)

Springe. „Ich bete dafür, dass die Regiobus bleibt“, sagt Ortsbürgermeister Ralf Burmeister. Wenige Stunden vor der entscheidenden Sitzung deutet vieles darauf hin, dass seine Gebete erhört werden: Im Aufsichtsrat gibt es offenbar eine Mehrheit für Eldagsen. „Sie können bald eine gute Nachricht verkünden“, deutet ein Insider an.

Eine Beraterfirma aus Hamburg hat eine Machbarkeitsstudie erstellt. Darin werden alle fünf Regiobus-Standorte im Umland untersucht. Die Ergebnisse sind noch nicht offiziell veröffentlicht worden, liegen aber den Aufsichtsratsmitgliedern vor. Demnach ergeben sich aus den Berechnungen drei Varianten. Erstens: der Aufbau beziehungsweise Neubau am Standort Eldagsen. Zweitens: ein Umzug in ein Gewerbegebiet in Gehrden. Drittens: der ersatzlose Verzicht auf die Standorte Eldagsen und Wunstorf.

In der Nacht zum 26. Dezember ist ein Regiobus-Betriebshof in Eldagsen in Flammen aufgegangen. 20 bis 30 Busse wurden zerstört.

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Die Modelle zwei und drei bedeuten die Aufgabe des Standortes Eldagsen und wären aus Burmeisters Sicht ein herber Schlag für die Gehlenbachstadt. „Die Regiobus ist unser größter Arbeitgeber. Es geht um 160 Mitarbeiter, die vor Ort einkaufen und wohnen.“ Mache das Busunternehmen seine Hallen am Loffenkamp zu, „werden wir abgehängt“. Der Wiederaufbau des Regiobus-Betriebshofes in Eldagsen würde rund zwölf Millionen Euro kosten, haben die Gutachter ermittelt.

Es heißt, die Geschäftsführung der Regiobus habe sich vorab für Variante 3 ausgesprochen, weil sie auf lange Sicht am wirtschaftlichsten sei. Der Aufsichtsrat möchte dagegen nichts an der derzeitigen Verteilung der Betriebshöfe ändern und in den Standort Eldagsen investieren. Der Aufsichtsrat besteht aus 15 Personen. Vertreten sind fünf Arbeitnehmer, drei Gesellschafter der Landkreise Nienburg, Schaumburg und Hannover sowie sieben Politiker der Regionsfraktionen.

Kritik an der Aussage des Stadtbürgermeister-Kandidaten Burmeister übt die SPD. Grundsätzlich könne er Burmeister zwar verstehen, sagt SPD-Chef Eberhard Brezski: „Aber gerade wegen der Bedeutung wäre mir beten viel zu wenig“ - vor allem für einen Bürgermeister-Bewerber. Der müsse handeln und Gespräche führen - beten sei für Situationen geeignet, „in denen man definitiv hilflos ist“.

Die SPD stehe schon seit Jahresbeginn in Kontakt mit der Region: Sowohl Brezski als auch Burmeisters Rivale Volker Gniesmer hätten „die Bedeutung dieses Unternehmens für Eldagsen immer wieder vermittelt“. Wenn der Wiederaufbau jetzt vom Aufsichtsrat beschlossen werde, „dann gehen wir davon aus, dass diese Gespräche dazu beigetragen haben“, unterstreicht Brezski.

von Marita Scheffler

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