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Wunschbaum-Aktion: Von U-Bahn bis Stadthühnern

Springe Wunschbaum-Aktion: Von U-Bahn bis Stadthühnern

Insgesamt 871 Wünsche sind bei der Wunschbaumaktion des Nachbarschaftsladens Doppelpunkt eingegangen – nun steht eine offene Diskussion an.

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Friederike Hoffmann (v .l.), Klaus Fröhlich, Jürgen Flohr, Sandra Lehmann, Heidrun Flade und Ulrike Hoffmann-Bürrig zeigen den Wunschbaum.

Quelle: Hermes

Springe. Fast ein Jahr lang hatten die Springer Zeit, an der vom Nachbarschaftsladen Doppelpunkt initiierten Wunschbaum-Aktion teilzunehmen. Jetzt sollen am Montag, 27. November, um 19 Uhr in der Cafeteria der BBS Springe die Ergebnisse vorgestellt werden.

„Insgesamt sind 871 Wünsche eingegangen“, berichtet Projektkoordinatorin Sandra Lehmann. „Über die Resonanz sind wir sehr glücklich. Wir freuen uns, dass sich Bürger aus wirklich jedem Ortsteil beteiligt haben. Sogar aus dem kleinen Boitzum.“ Auch mehr als 200 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 14 Jahren hätten mitgemacht.

Beim Sichten der Wünsche habe sich schnell herauskristallisiert, dass sich diese in verschiedene Unterkategorien einteilen ließen. „Oftmals geht es um Themen wie Einkaufs-, oder Freizeitmöglichkeiten, aber auch um das konkrete Wohnumfeld, um den Straßenverkehr oder um das soziale Miteinander.“

Zwar wollen die Mitglieder des Förderkreises des Nachbarschaftsladens bis zum 27. November noch nicht preisgeben, welche Wünsche konkret genannt wurden, allerdings verrieten sie vorab schon die ein oder andere Kuriosität: „Ein Bürger hat sich die Anschaffung von Stadthühnern gewünscht, die dann gemeinschaftlich von den Bürgern versorgt werden sollen“, weiß Lehmann. Auch der Wunsch nach einem Japan-Dorf sei aufgekommen. „Eine Anlaufstelle quasi, bei der man alles rund um die Manga-Szene erwerben kann.“ Ein anderer Bürger wiederum hofft, dass im Wisentgehege zukünftig nicht nur Patenschaften für ein einzelnes Tier, sondern gleich für eine ganze Familie möglich werden.

Nicht jedes Ansinnen könne schlussendlich auch umgesetzt werden. „Eine U-Bahn wird es wohl so schnell in Springe nicht geben. Aber die Wünsche, die sich nicht realisieren lassen, bilden die Minderheit“, sagt Lehmann.

„Am 27. November wird jeder, der einen Wunsch an den Baum geheftet hat, diesen auch wiederfinden“, berichtet Friederike Hoffmann vom Nachbarschaftsladen. „Dass so viele Bürger an der Aktion teilgenommen haben, zeigt uns auch einfach, dass sich die Springer an der Stadtentwicklung aktiv beteiligen wollen“, betont die Kulturwissenschaftlerin. „Die Bürger sehen das Potenzial, etwas zu verändern – und wollen dabei selbst anpacken.“

Um den verschiedenen Interessengemeinschaften die Möglichkeit zu geben, ihre Anliegen auch umzusetzen, stellt der Nachbarschaftsladen seine Räumlichkeiten zur Verfügung. „Wer beispielsweise der Meinung ist, dass Springe dringend ein Kino braucht, kann sich mit Gleichgesinnten zusammensetzen und hier im Nachbarschaftsladen seine Ideen realisieren“, erklärt Lehmann. „Schließlich gibt es auch die Möglichkeit, ein ehrenamtlich geführtes Kino ins Leben zu rufen.“ Das Team des Förderkreises könne Ideen auch an die richtigen Stellen weiterleiten und öffentlich machen.

Bei der Präsentation der Ergebnisse soll es vor allem um einen offenen Austausch gehen – und um eine Möglichkeit des Weiterdenkens. Sowohl Bürgermeister Christian Springfeld als auch die Ortsbürgermeister seien sehr gespannt auf die Auswertung. „Auch sie wollen wissen, was sich die Springer von ihrer Stadt für die Zukunft wünschen.“

Bei der konkreten Umsetzung seien die politischen Gremien und die Bürger gleichermaßen gefragt. „Den Startschuss für Veränderungen haben wir mit der Wunschbaum-Aktion gegeben. Jetzt folgt der nächste Schritt. Auf dem Präsentationsabend können sich die Bürger vernetzen und ihre Wünsche zusammen mit anderen in die Hand nehmen“, sagt Lehmann.

Von Sandra Hermes

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