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Zahl der Strafverfahren in Springe sinkt

Springe Zahl der Strafverfahren in Springe sinkt

Im Springer Amtsgericht sinkt die Zahl der Zivil- und Strafverfahren. Wurden dort 2013 noch 470 Zivilprozesse geführt, waren es 2015 nur noch 444. Auch die Strafverfahren nehmen immer mehr ab. 2013 wurden 252 Straftaten (ohne Ordnungswidrigkeiten) behandelt, im vergangenen Jahr gab es nur noch 186 Prozesse.

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Springe. Überwiegend beschäftigen sich die Richter in Zivilprozessen mit Mietstreitigkeit, erklärt Verena Klages vom Springer Amtsgericht. „Viele Urteile, die vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe gefällt werden, beschäftigen uns auch hier“, stellt sie fest. Streit ums Rauchen war 2015 eines der Top-Themen beim Bundesgerichtshof (BGH). Ein Ehepaar aus Brandenburg hatte sich über einen rauchenden Nachbarn beschwert. Karlsruhe entschied, dass Raucher auch auf dem Balkon zur Zigarette greifen dürfen, aber auch dazu verpflichtet werden können, dies nur zu bestimmten Zeiten zu tun. Ein Urteil mit Signalwirkung - auch in Springe.

Auch wenn die Fälle vor Gericht weniger werden, haben die Mitarbeiter genauso viel Arbeit, da beispielsweise die Fragen um Betreuungsfälle immer komplexer werden. Die Zahl der Betreuungsverfahren in Springe ist im Vergleich zu den Straf- und Zivilprozessen eher hoch. 2015 wurden 563 Betreuungsprozesse geführt, 2013 waren es sogar 605. „Es gibt auch vor Gericht einen demografischen Wandel“, sagt Klages.

Dass es mehr ältere Menschen gebe, führe generell auch zu weniger Straftaten. 154 Erwachsene mussten sich 2013 wegen einer Straftat vor Gericht verantworten - 2015 waren es nur noch 119. Auch die Straftaten Minderjähriger nehmen ab. 67 Jugendliche mussten sich vor dem Amtsgericht verantworten, rund 30 weniger als noch vor drei Jahren.

Annähernd gleich geblieben ist die Anzahl der Prozesse um Familienfragen. 325 Familienstreitigkeiten landeten im vergangenen Jahr auf dem Tisch der Richter, 25 weniger als 2013.

Lediglich mehr Grundbucheintragungen verzeichnet das Amtsgericht in der Bilanz: insgesamt 1042. Dabei werden aber Eigentumswechsel berücksichtigt. Andere Grundbucheintragungen werden von der Zahl nicht umfasst. Diese Verfahren werden ausschließlich von Rechtspflegern bearbeitet.

Von Saskia Helmbrecht

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