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Zahl der Wildunfälle steigt

Springe Zahl der Wildunfälle steigt

Für Springe hat die Unfallstatistik 2015 eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte: Die Zahl der Unfälle hat deutlich zugenommen. Die gute: Unfälle mit Verletzten oder schweren Schäden gab es deutlich weniger.

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Achtung, Wild: Warnschilder wie dieses sollten Autofahrer beherzigen, rät die Polizei. Das gilt auch für die Landesstraße zwischen Springe und Eldagsen.
Mischer

Springe. Dafür kam es deutlich häufiger zu Wildunfällen als noch im Jahr 2014. 619 Unfälle ereigneten sich 2015 in Springe - im Vorjahr waren es nur 526. Der Anstieg um 93 scheint dramatisch - tatsächlich aber hat sich lediglich die Zahl leichter Unfälle, etwa mit Parkremplern und andere Bagatellen, erhöht. Dazu betont Streifendienstleiter Lutz Fricke, dass nicht immer für jeden Unfall die Polizei gerufen werden muss. „Natürlich kommen wir in jedem Fall - aber häufig reicht es auch, dass die Beteiligten die Personalien austauschen und die Versicherung verständigen.“

Trotz steigender Unfallzahlen ist die Zahl der Schwerverletzten so niedrig wie seit mindestens zehn Jahren nicht mehr. Anders als im Jahr zuvor kam es in Springe zudem nicht zu tödlichen Unfällen (2014 waren es zwei).

Erneut deutlich angestiegen ist die Zahl der Fahrerfluchten. 170 Autofahrer machten sich nach einem Unfall einfach aus dem Staub, dabei gab es sechs Verletzte. Die Aufklärungsquote in dem Bereich liegt bei 51,35 Prozent.

Besonders häufig ereignen sich Unfallfluchten auf dem Parkplatz des E-Centers. „Diese Delikte sind immer schwer aufzuklären, es gibt wenig Ermittlungsansätze“, sagt Fricke. Und appelliert deshalb, dass alle, die Zeuge einer möglichen Unfallflucht geworden sind, Kontakt mit der Polizei aufnehmen.

Neben den Bagatellunfällen und den Fahrerfluchten ist auch die Zahl der Wildunfälle deutlich angestiegen. 135-mal landeten im vergangenen Jahr Rehe, Eber oder Hirsche vor einem Auto, 24-mal häufiger als 2014. Fricke: „In dem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, dass Schilder, die vor Wild warnen, auch ernst genommen werden sollten.“ An den Stellen sollten sich Verkehrsteilnehmer bremsbereit halten und die Geschwindigkeit anpassen.

Besonders häufig waren Wild und Auto auf der Landesstraße 461 zwischen Springe und Eldagsen und auf der Kreisstraße 214 zwischen Völksen und Eldagsen kollidiert. Wie sich der Konflikt zwischen Natur und Mobilität verhindern lässt, dafür hat Fricke kein Patentrezept. Anders bei der Gestorfer Unfallkreuzung: Er hofft, dass der Bau der Ampel zu einer Entschärfung beitragen wird. „Zumindest Vorfahrtsdelikte werden wir dann nicht mehr haben.“ 2015 hat es zehnmal an der Kreuzung gekracht, es gab fünf leicht Verletzte.

Von Ralf T. Mischer

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