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Zankapfel Deisterpforte

Springe Zankapfel Deisterpforte

Die zusätzliche Einrichtung eines Haltepunkts an der Deisterpforte sei weder in ökonomischer noch ökologischer Hinsicht sinnvoll - meint der Ortsrat Lüdersen. Und möchte, dass die Politiker in Gestorf, Bennigsen, Völksen und Eldagsen sich ihrer Einschätzung anschließen. Die stimmen über das Papier ab.

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Kann der Weg zur Deisterpforte bald mit dem Zug zurückgelegt werden?

Quelle: Claudia Brebach

Springe. In dem Papier werden Stadt und Region dazu aufgefordert, die Planungen für den Bau des zusätzlichen S-Bahn-Haltes nicht weiter zu verfolgen. Ebenso müsse die attraktive Direktanbindung an den Flughafen Hannover im 30-Minuten-Takt erhalten bleiben. Die Kosten des neuen Stopps stünden „in keinem Verhältnis zum unmittelbaren Nutzen für eine geringe Zahl von potenziellen Fahrgästen“, heißt es in dem Schreiben. Zudem wird kritisiert, dass der zusätzliche Halt nur „etwas mehr als einen Kilometer vom Bahnhof Springe“ entfernt sei.

Von einer „Zwerghaltestelle“ ist da zu lesen und davon, dass er eher an eine Straßenbahn denn an eine „wesentlich schnellere S-Bahn“ erinnere. Statt eines neuen Bahnhofs schlagen die Lüderser vor, dass ein „Elektrobus als Zubringer zum Bahnhof Springe“ eingerichtet wird, um den Ebersberg besser an das Schienennetz anzubinden.

Springes Ortsbürgermeister Carsten Marock kann die Argumente seiner Genossen nicht recht nachvollziehen. „Das betrifft die Ortsteile ja gar nicht, deshalb ist die Kritik für mich einfach unbegreiflich“, sagt er. Würde der Zusatzbahnhof verhindert, wäre Springe viel Entwicklungspotenzial genommen. „Mich haben schon viele Bürger gefragt, wann es endlich so weit ist“, sagt Marock. Öffentlichen Nahverkehr sieht er nicht als Alternative: „Die fahren ja im Winter häufig nicht am Ebersberg.“

Marock ist überzeugt: „Wenn die Region Potenzial für einen solchen Bahnhof sieht, dann gibt es auch welches.“ Und das Geschwindigkeitsargument lässt er auch nicht gelten: „Die Region erwägt ja auch, einen zusätzlichen Zug einzusetzen, der am Deisterbahnhof vorbeifährt.“

Marock ist der Meinung, dass sich der Antrag gegen die Belange der Kernstadt richtet. „Das finde ich einfach ungerecht. Wir haben bisher immer alles für die Ortsteile gemacht.“ Nun hofft Springes Ortsbürgermeister, dass die anderen Ortsteile nicht dem Vorbild Lüdersens folgen - und das Positionspapier nicht unterschreiben.

In der kommenden Woche befassen sich die Ortsräte in Bennigsen und Eldagsen mit der Bahnhofs-Frage. In beiden Gremien steht der Lüderser SPD-Antrag als Teil des Tagesordnungspunkts „S-Bahn Haltepunkt Deisterpforte und P+R-Parkplatz Bennigsen“ auf dem Programm. Beide Ortsräte tagen am 24. August (Bennigsen, 18 Uhr, Speisenwirtschaft, Eldagsen, 19 Uhr, Berggarten).

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