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Zwei Stimmen entscheiden

Springe Zwei Stimmen entscheiden

Wer arbeitet im neuen Ortsrat eigentlich mit wem zusammen? Die Wahl von Karl-Heinz Friedrich zum neuen Ortsbürgermeister macht deutlich, dass es keine geborenen Bündnisse gibt.

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Das Rathaus in Springe.

Quelle: Zimmer (Archiv)

Springe. Rein rechnerisch war die Sache nämlich ziemlich knapp: Die CDU stellt vier Ortsratsmitglieder, die SPD drei. Und damit der Ortsbürgermeister im ersten Wahlgang ins Amt gehoben werden kann, braucht es sechs Stimmen. Die konnte Karl-Heinz Friedrich, wie berichtet, auf sich vereinen. Woher kamen die zwei zusätzlichen Stimmen? Von den Grünen, der FDP - oder gar von den Sozialdemokraten?

Grünen-Ortsratsmitglied Lars Jungfer hatte bereits im Vorfeld der Wahl keinen Hehl daraus gemacht, dass er seine Stimme Friedrich geben würde. Seine Begründung: Der ehemalige Kontaktbeamte der Polizei bringe Erfahrungen in der Verwaltung mit und verfüge durch seinen früheren Beruf über ein großes Netzwerk in Springe - bedeutet also fünf Stimmen für Friedrich.

Guido Tegtmeyer (Freie Wähler) war sich ebenfalls vor der Wahl sicher, wen er wählen wird: „Ich habe mit allen Kandidaten gesprochen und eine Entscheidung gefällt, die ich aber bis zur Wahl nicht verraten werde“ - das galt noch etwa drei Wochen vor der Abstimmung im Ortsrat. Doch auch nach der Wahl gibt er keinen Kommentar dazu ab, welchen Kandidaten er unterstützt hat. „Mir ist wichtig, dass wir alle konstruktiv zusammenarbeiten - und ich hätte deshalb jeden gewählten Ortsbürgermeister unterstützt.“ Für Niklas Kelting (FDP) stand vor der Wahl lediglich fest, dass er sich nicht enthalten wolle.

Neu besetzt wurden jetzt auch alle Gremien, in die der Ortsrat Vertreter entsendet. In die Friedhofskommission wurden für die CDU Karl-Heinz Friedrich, Claudia Starke und Tim Schmelzer als Stellvertreter gewählt, für die SPD sitzen Jörg Gassl und Marita Kürsten als seine Stellvertreterin in dem Gremium, die Gruppe FDP/Freie Wähler ist durch Guido Tegtmeyer und Niklas Kelting vertreten.

Im Seniorenzentrums-Beirat hat die CDU mit Friedrich und Starke gleich zwei, die SPD mit Carsten Marock einen und die Gruppe FDP/Freie Wähler mit Kelting ebenfalls einen Vertreter.

Von Ralf T. Mischer

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