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Calenberger Land

Bauern setzen auf Tierhaltung


Die Landwirtschaft im Calenberger Land verändert ihr Gesicht: Neben dem reinen Ackerbau setzen einige Betriebe auf die Massentierhaltung.

Nach der Diskussion über einen Schweinemastbetrieb in der Wennigser Feldmark tritt jetzt ein Landwirt in Degersen an die Öffentlichkeit. Er will 2011 zwei Hühnerställe mit rund 26?000 Tieren für die Bruteierproduktion errichten.

In Springe-Boitzum plant ein Bauer die Mast von 37.800 Hähnchen. An der Grenze zu Barsinghausen-Holtensen will ein Dedenser ebenfalls eine Hähnchenmastanlage bauen. Weitere Anlagen in Neustadt-Metel und an der Regionsgrenze bei Hämelerwald sorgen bereits für Diskussionen in den jeweiligen Kommunen.

Ganz aktuell liegen der Region Anträge für zwei Putenmastställe in Pattensen vor. Für Gerhard Krick vom Wennigser Naturschutzbund stehen die Anlagen in Zusammenhang mit der geplanten Großschlachterei in Wietze (Kreis Celle). Auch die Region geht von weiteren Bauanfragen aus. Anlagen mit einer Größe von bis zu 40.000 Tieren müssen von den Behörden genehmigt werden, wenn die Bauern die gesetzlichen Bestimmungen einhalten.

Die Landwirtschaft stehe vor einem Wandel, sagt Landvolk-Vorsitzender Heinrich Blume aus Nordgoltern. Das Calenberger Land sei in den vergangenen Jahrzehnten zu einer reinen Ackerbauregion geworden. Wachstum sei hier nicht mehr möglich, auch gebe es kaum noch Ackerland zu pachten oder zu kaufen.

Jeder Bundesbürger verzehre rund zehn Kilogramm Hähnchenfleisch im Jahr, sagt Friedrich-Wilhelm Ostermeier. Der Degerser will in einer Elterntierhaltung Bruteier für die spätere Hähnchenmast produzieren. Er sieht sich weiterhin als landwirtschaftlicher Betrieb. „Wir bauen die Hälfte des Futters selbst an“, sagt er. Angst vor Gestank bräuchten die Degerser nicht befürchten. „Da kommt nichts“, sagt er.

Michael Hemme

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  • ... Henning – 05.07.10
    @PuteElla:
    "Wenn die Menschen wüßten, was in den Massentierfabriken vor sich geht, würden sie sicherlich nicht mehr so viel Fleisch verzehren"

    ---> ...aber du weißt es?
    Warst du jemals in einem modernen Stall?
    Hast du Landwirte im Freundeskreis?

    Viele Leute meinen Dinge zu wissen, die sie aus Stern, Focus und Co kennen - auch ich hielt diese Lektüren einmal für seriös, aber mittlerweile muss ich sagen, dass sie nahezu auf dem Niveau von BILD sind - die schreiben, was schockt und die Leser haben wollen - Skandale - obs nun stimmt oder nicht kommt weit weit dahinter. Was auch auffällt, dass viele Halbwahrheiten gedruckt werden, aber davon mehr als genug.

  • Hat hier auch wer Ahnung? Henning – 05.07.10
    @ ich: ich gebe dir Recht

    @PuteElla: wer Ahnung von der Landwirtschaft, Nahrungsmitteln und deren Erzeugung hat schreibt anders, also Schnabel halten!


    Ich bin Agraringenieur und kann beurteilen, wie unsere Nahrungsmittel produziert werden, nämlich sehr sicher und ich würde behaupten, dass es nirgendwo so sicher ist wie in Deutschland.
    Mit "sicher" meine ich auch, dass die Tiere NICHT geqäult werden - ihr glaubt gar nicht, was es für eine Anzahl an Gesetzen und Verordnungen gibt, die das Unterstreichen (und schwarze Schafe gibts Überall: bei Bios, bei Bankern,...)
    Und außerdem: warum sollte ein "Bauer" seine Tiere quälen?! Es erscheint logisch, dass ein gesundes, vitales und wohlfühlendes Tier mehr leistet (Zuwachs, Futterverwertung, weniger Tierarzt...), als ein krankes, gequältes Tier.
    Und: die Tiere müssen sterben, wenn WIR Fleisch essen wollen - auch ökologisch gehaltene Tiere - aber das geschieht so schnell und schmerzlos wie möglich, denn auch das hat seine Gründe (siehe oben).

    Das der Maßstab immer gleich in die tausende gehen muss freut mich auch nicht, aber an jedem Masthähnchen bspw. verdient der Landwirt nur rund 5-10ct - mit 200 Hähnchen wird es schwer eine Familie zu ernähren. Auch die Vorstellung der "Tiere auf der grünen Wiese" ist so eine Sache:
    - hoher Infektionsdruck
    - erhöhte Nährstoffeinträge in den Boden (siehe Freilandhaltund Hennen - zT 180kg N auf dem m^2 - das düngt man sonst auf der 10000-fachen Fläche zur Weizenproduktion - aber hier wollen ja einige dieses "bio" ;)
    - schwierige Kontrolle
    - ...
    - ...

    Also: wenn man keine Ahnung hat, einfach mal den Schnabel halten!!!
  • @Pute Ella Ich – 08.06.10
    "Menschen, denen das einzelne Tier noch was wert ist, die sich Gedanken machen über die "Herstellung", greifen nur zu "Bio-Fleisch"!

    das ist doch totaler Blödsinn. Was hat die Herstellungsmethode mit Biofleisch zu tun?? Bei dem vermeintlichen Biofleisch wird nur anderes Futter verwendet (was häufig durch Fursarien und weitere Verunreinigungen gekennzeichnet ist)und die Tiere laufen evtl. mehr draussen rum (was hygienisch nicht so sicher wie im Stall ist). Der eigentlich Schlachtvorgang ändert sich überhaupt nicht! oder meinen Sie, die Tiere sterben durch "gut zureden" ??
  • @ Pute Ella Kerry – 26.05.10
    Das ist schon klar, aber die Minderheit schert sich wenig drum, in unserer Geiz-ist-geil-Gesellschaft.
    Wo Bio drauf steht, muss nicht Bio drin sein. Die armen Viecher durchlaufen genauso die Schlachthofqualen, wie die ohnehin schon geschundenen Mastküken.
    Wer sicher gehen will kauft auf dem Wochenmarkt oder gar nicht


  • Massentierhaltung Pute Ella – 25.05.10
    Wenn die Menschen wüßten, was in den Massentierfabriken vor sich geht, würden sie sicherlich nicht mehr so viel Fleisch verzehren. Diese Tierfabriken sind schöpfungsverachtend und gefährden bäuerliche Strukturen. Und Menschen, denen das einzelne Tier noch was wert ist, die sich Gedanken machen über die "Herstellung", greifen nur zu "Bio-Fleisch"!
  • Industriefleisch Kerry – 25.05.10
    Von der Industrie ist es doch so gewollt, das sich das Tier nicht mehr ähnlich sieht.
    Es lassen sich panierte Einzelteile besser verkaufen, als wenn man dem armen Vieh in die Augen sehen muss. Dann werden lustige Nuggets-Figuren ausgestanzt, damit die Kids mit dem gequälten Hühnerfleisch noch ein wenig spielen können. Wie spaßig.

    Aufklärung tut Not und das Ändern des eigenen Konsumverhaltens. Hier kann jeder etwas dazu beitragen.

  • Billiges Geflügelfleisch Pater Brown – 25.05.10
    Solange u. a. ChickenMcNuggets bei McDoof als gesunde Nahrung gelten und nur billig sind, wird der tierquälerische Wahnsinn weiter gehen. Der Verbraucher weiß doch heutzutage gar nicht mehr, wie gut ein ökologisch erzeugtes Hühnchen schmecken kann. Dem Volk Futter zum Magenfüllen und den tierquälenden Bauern Profit zum Kontofüllen, so sieht die Philosophie von Lobby-Ministerin Grotelüschen und ihrem Dienstherrn Wulff aus. Man will ja wiedergewählt werden. Pfui! Ab in die Wüste mit diesen gewissenlosen "C"-Partei-Bonzen.
  • Industrielle Mast kommt teuer zu stehen Hühnerauge – 25.05.10
    Da im Weser-Ems-Gebiet das Ende der Fahnenstange erreicht ist, weil eine noch höhere Tierdichte die Seuchengefahr extrem ansteigen lässt und im Falle eines Ausbruchs damit gerechnet wird, dass nicht nur Abermillionen Tiere getötet werden müssten, sondern auch noch viel höhere finanzielle Belastungen als bisher vom Staat (sprich: Steuerzahler) zu übernehmen wären, schickt sich die Geflügelindustrie an, ihrem Profitstreben neue Gebiete zu unterwerfen. Was scheren da die bedenken der Bewohner? Und der hoch verschuldete Staat bezuschusst die Gigantomanie noch großzügig aus Steuermitteln! Für den Schlachthof kann sich der Betreiber über satte 9.000.000 (i. W. neun Millionen!) € freuen, die knapp 25% der Gesamtinvestitionen betragen. In der Tat ist das ein einträgliches Geschäft für den Investor. Ähnlich ist das bei den Vertragsmästern, die auch hohe Investitionszuschüsse von bis zu 50 und mehr Prozent in einigen Regionen bekommen. Was sich betriebswirtschaftlich rechnet, ist purer Unfug unter den Aspekten Umwelt, Tierschutz, Gesundheit, Welternährungssituation ... Da die neue niedersächsische Agrarministerin zum Kreis der Beflügelbarone und Geflügelbaronessen gehört, wird sie allein schon im Eigeninteresse die Ansiedlung neuer Mastbetriebe vorantreiben, solange die Wähler dem keinen Riegel vorschieben.
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