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Feuerwehren gehen die Einsatzkräfte aus

Regionsbrandmeister Keitel verabschiedet Feuerwehren gehen die Einsatzkräfte aus

Die regionalen Feuerwehren haben bei der Dienstbesprechung in Berenbostel über zu wenige Einsatzkräfte und Engpässe in der Ausbildung geklagt. Bei dem Treffen wurde auch Regionsbrandmeister Bernd Keitel offiziell aus dem Amt verabschiedet.

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Mehr als 300 Feuerwehrleute aus der Region haben sich am Sonnabend in Berenbostel zur Dienstbesprechung getroffen.

Quelle: Hunkert

Berenbostel. Der Werdegang von Bernd Keitel liest sich fast wie eine Aufzählung möglicher Ämter, die man in der Feuerwehr belegen kann: 1965 der Jugendfeuerwehr beigetreten, Ortsbrandmeister, Vorsitzender des Feuerwehrverbandes der Region Hannover und viele weitere Posten durchlief der in Wennigsen lebende Keitel, seit nunmehr 12 Jahren ist er Regionsbrandmeister in Hannover.

Bei der regionsweiten Dienstbesprechung am Sonnabend in der Rudolf-Harbig-Halle in Berenbostel wurde Keitel feierlich verabschiedet, es war die letzte offizielle Sitzung des 61-Jährigen. Die Ehrungen und lobenden Worte von allen Seiten zeigten dabei, welchen Einfluss Keitel in dieser Zeit auf die Arbeit der Stadt-, Gemeinde-, Orts- und Werksfeuerwehren der Region hatte. "Ihm ist es zu verdanken, dass wir heute eine großes und geschlossenes Feuerwehrwesen haben. Er hat die Region nachhaltig geprägt", resümierte beispielsweise Regionspräsident Hauke Jagau.

In den anschließenden Jahresberichten der verschiedenen Ressorts wurde besonders der Einsatz der Kameraden im Juni gelobt, als viele Freiwillige den Kollegen in den Hochwassergebieten zur Hilfe kamen. "Sie haben die Hälfte von Magdeburg geschützt, womit ein riesengroßer Schaden abgewendet werden konnte", dankte Jagau den Helfern, die mit diesem Einsatz freiwillig eine zusätzliche Belastung auf sich nahmen

Besonders besorgniserregend sei angesichts der Zunahme von Einsatzmenge sowie -schwere und Anforderungen an die Einsatzkräfte die weiterhin sinkende Zahl der Mitglieder in den Wehren. Landesbranddirektor Jörg Schallhorn sprach von einer Abnahme von rund 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Hinzu kommen noch die Engpässe in der Ausbildung der bereits aktiven Kräfte. Von den auf Landesebene rund 17.000 benötigten Fort- und Weiterbildungslehrgängen konnten im Jahr 2013 nur rund 8100 Plätze zur Verfügung gestellt werden. Es fehle vor allem an Kapazitäten und Ausbildern, wie Regionsausbildungsleiter Detlev Köllenberger anhand der Atemschutzgerätetrainings zeigte: "Unsere drei zentralen Übungsanlagen sind bereits jetzt völlig überlastet. Dieser Teil der Ausbildung ist aber Pflicht für alle aktiven Feuerwehrleute und muss jährlich wiederholt werden." Bei anderen Ausbildungsfeldern wie der Fortbildung für Gruppenführer konnten sogar nur für zehn Prozent der Anfragen ein Lehrgang zur Verfügung gestellt werden.

Diesen Herausforderungen darf sich ab kommendem Jahr der neue Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing stellen, der sich mit dem Zitat "Nur wer sich bewegt, kann etwas bewegen" bereits bei seiner Bewerbungsrede offen den anstehenden Aufgaben stellte.

Von Nadine Hunkert

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