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Kein Durchatmen im Kita-Streik

Sommerpause erschwert Situation Kein Durchatmen im Kita-Streik

Keine neuen Streiks in den Kitas, aber auch keine Entspannung bei den Familien und in den Rathäusern - so lässt sich die Stimmung zusammenfassen, nachdem Verdi den Schlichterspruch (vorerst) nicht akzeptiert.

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Nach dem Kita-Streik kommt die Sommerpause.

Quelle: Jan Woitas/dpa

Aus der Region. Die Informationen kommen spärlich in den Verwaltungen an, entsprechend verhalten sind auch die Reaktionen, ob und wie sich die Kommunen auf neue Streiks einstellen können. Gleichwohl ist allen Beteiligten bewusst: Die Situation wird in einigen Kommunen dadurch erschwert, dass dort die Kitas, Krippen und Horte eine Sommerpause einlegen. Dabei bildet Burgwedel die einzige Ausnahme: „Bei uns öffnen alle Einrichtungen durchgehend“, sagt Sprecherin Michaela Seitz- Seidel.

Hält Verdi an der Aussage fest, möglicherweise ab dem 13. August wieder mit dem Arbeitskampf zu beginnen, dann würde das fast nahtlos an die Sommerpause der Kita in Isernhagen N.B. anschließen, die ab 10. August nach zwei Wochen Pause öffnet. Die Einrichtungen in H.B. und Neuwarmbüchen betreuen ohnehin wegen der Ferien bis 21. August keine Kinder.

Langenhagen: „Unsere Kitas schließen zeitlich versetzt“, sagt Langenhagens Sprecherin Juliane Stahl und fügt hinzu, dass Langenhagen keine Notbetreuung für die Sommerpause plane - ebenso wie Isernhagen. „Eine gesonderte Notbetreuung in den Schließzeiten wird es, über die Möglichkeit der bisherigen Ferienregelung hinaus, nicht geben“, sagt Sprecherin Svenja Theunert.

Wedemark: Die Wedemark gehe einen anderen Weg, kündigt Sprecher Hinrich Burmeister an. Schon jetzt erfrage die Verwaltung den Bedarf an zusätzlicher Betreuung, der sich wegen des Streiks ergeben habe. „Wir wollen die Eltern entlasten“, begründet er das Vorgehen. Zeichne sich ab, dass viele Familien diese Unterstützung benötigen, werde die Gemeinde einen Feriennotdienst organisieren.

Isernhagen: Wie auch die Eltern hatten die Kommunen auf eine klare Entscheidung nach dem Schlichterspruch gewartet - auch um die entstehenden Kosten kalkulieren zu können. Bei der durchschnittlichen Tarifsteigerung von 3,3 Prozent hätte Isernhagen jährliche Mehrkosten von etwa 100.000 Euro zu erwarten, sagt Theunert. Für die Wedemark beziffert Burmeister die Ausgaben mit 150 000 Euro. Eingeplant hatten alle vier Kommunen die im Vorjahr ausgehandelte Tariferhöhung für den gesamten öffentlichen Dienst von 2,5 Prozent zum 1. März. „Die jetzige Forderung war nicht vorherzusehen“, sagt Burgwedels Erste Stadträtin Christiane Concilio.

Burgwedel: Ihren Angaben zufolge gibt es in Burgwedel noch keinen Antrag, die Elternbeiträge zu erhöhen: „Das ist eine rein politische Entscheidung.“ In Langenhagen steigen die Beiträge ohnehin pro Jahr um 2,5 Prozent, und Isernhagen eine Erhöhung für dieses und für das nächste Jahr beschlossen. „Eine weitere Belastung der Familien wird unter den Voraussetzungen des Schlichterspruchs vom Bürgermeister als nicht zielführend angesehen“, erklärt Theunert. In der Wedemark indes gibt es einen Grundsatzbeschluss: Sinkt der Kostendeckungsgrad in den Kitas unter 14, in den Krippen unter 18 und in den Horten unter 23 Prozent, dann legt die Verwaltung den Politikern einen neuen Vorschlag über die Elternbeiträge vor, sagt Burmeister.

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