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Pferd stirbt an Folgen von Herpesvirus

Besitzer verunsichert Pferd stirbt an Folgen von Herpesvirus

Das in der Region grassierende Pferdeherpesvirus verunsichert zunehmend die Besitzer von Pferdehöfen. Aus Angst vor Ansteckung haben jetzt in Sehnde zwei Höfe ihre Reitställe geschlossen. Auf einem weiteren Reiterhof in Uetze musste ein Tier eingeschläfert werden.

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Unter den Pferdebesitzern in der Region geht die Angst um. In Uetze musste ein Tier wegen der Folgen des Herpesvirus eingeschläfert werden.

Quelle: Symbolfoto: dpa

Hannover. Das Tier hatte unter den Folgen der Erkrankung in Form von schweren Bewegungsstörungen gelitten.

Das Rittergut in Sehnde-Köthenwald mit rund 100 Pferden hat auf Empfehlung der Tierärztlichen Hochschule Hannover als Erstes in der Region seine Stallungen für Außenstehende am vergangenen Mittwoch geschlossen. Turniere, Lehrgänge, Reitunterricht – alles gestrichen. Lediglich Tierarzt und Hufschmied dürfen noch auf den Hof, sofern sie die strengen Hygienevorschriften einhalten. Das Pferdevirus EHV 1, das wie eine Grippe durch Tröpfcheninfektion übertragen wird, kann bei tragenden Stuten Fehlgeburten auslösen, zu Erkrankungen der Atemwege und des Nervensystems bis zum Tod führen. Die Erkrankung beginnt mit Symptomen wie Fieber, Husten und Nasenausfluss.

„Wir wollen keine Panik schüren, sondern vorsorgen“, sagt Tierärztin Anne Dammann-Klages, die in Sehnde-Bilm eine Pension für 35 Pferde betreibt. Sie hat ihren Reitstall ebenfalls geschlossen. Tierhalter, die ihre Pferde impfen wollten, hätten zurzeit aber Probleme, das Serum zu bekommen, sagt Dammann-Klages. Wie viele Tiere in der Region bereits infiziert sind, kann niemand genau sagen, weil die Erkrankung nicht meldepflichtig ist. Barthold Plaß, Vorsitzender des Reitsportverbands Region Hannover, hält Stallschließungen für übertrieben. Seiner Ansicht nach reichten Impfung und Hygiene aus.

Oliver Kühn

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