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Nach blutiger Schlägerei

Polizei verstärkt Ermittlerteam in Sarstedt

Von Tobias Morchner

Verstärkung für die Ermittler: Die Polizei in Sarstedt setzt alles daran, die Hintergründe der blutigen Auseinandersetzung zwischen zwei Jugendgruppen am zweiten Weihnachtstag so schnell wie möglich aufzuklären.
Am Sonnabend kam es in einen Silberpfeil der Üstra an der Sarstedter Wendeschleife zu der blutigen Auseinandersetzung.

Am Sonnabend kam es in einen Silberpfeil der Üstra an der Sarstedter Wendeschleife zu der blutigen Auseinandersetzung.

© Martin Steiner

Am Dienstag wurde die nach dem Überfall eigens eingesetzte fünfköpfige Ermittlungsgruppe um weitere fünf Beamte aus Hildesheim verstärkt. „Wir nehmen den Vorfall sehr ernst“, sagte Christian Zahel, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Hildesheim.

Am Sonnabend gegen 17.30 Uhr waren 20 bis 30 zum Teil bewaffnete junge Männer in einen Silberpfeil der Üstra an der Sarstedter Wendeschleife gestürmt. Im Wagen schlugen sie auf eine Gruppe von zehn bis 15 Mitgliedern einer anderen Jugendgruppe ein. Ein 18-Jähriger aus Hannover wurde bei dem Angriff durch mehrere Messerstiche schwer verletzt. Inzwischen befindet er sich auf dem Weg der Besserung und konnte das Krankenhaus wieder verlassen.

Im Zentrum der polizeilichen Ermittlungen steht die Frage, wie es zu einem derart plötzlichen Ausbruch von Gewalt zwischen den Jugendlichen kommen konnte. Denn für eine solche Eskalation hatte es, nach Angaben der Kripo, im Vorfeld überhaupt keine Anzeichen gegeben. „Es gibt nach unserer Erkenntnis in Sarstedt keine Banden, die als Gruppe Straftaten begehen“, erklärte Zahel. Nach dem Vorfall war eine Sarstedter Jugendgang wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt, mit der es vor Jahren Probleme gegeben hatte. Die Heranwachsenden rund um das sogenannte Klei-Viertel traten bis vor Kurzem als „Klai 4 Life“ im Internet in Erscheinung, posierten dort zu Hip-Hop-Musik als Möchtegern-Gangster mit Messern und Baseballschlägern. Inzwischen sind die meisten Videos gelöscht worden. „Uns ist weder bekannt, dass diese Gruppe durch Straftaten aufgefallen ist, noch dass sie Auseinandersetzungen mit anderen Gruppierungen hatte“, sagte Christian Zahel.

Die Jugendlichen auf den Straßen der Kleinstadt erzählen eine andere Geschichte. Immer wieder gebe es auch handfeste Streitereien mit Jugendlichen aus anderen Orten, zum Beispiel mit denen aus Laatzen, aus Gleidingen oder aus Linden-Süd. Heiligabend sollen sich Mitglieder aller Gruppen bei einem türkischen Konzert in Hannover über den Weg gelaufen sein. Die verschiedenen Gruppen seien so sehr aneinandergeraten, dass die Gangs beschlossen hätten, ihre Meinungsverschiedenheiten zwei Tage später nonverbal zu klären.

Trotz der blutigen Auseinandersetzung sieht die Polizei in Sarstedt derzeit keinen Anlass, intensiver als bisher im Klei-Viertel nach dem Rechten zu sehen. „Das wäre ein völlig falsches Signal, wir wollen nicht hyperaktiv reagieren“, sagte Dienststellenleiter Hans-Wilhelm Müller.

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  • Ist Ihnen das alles etwa "NEU"??? ein Leser – 31.12.09
    Was wird hier eigentlich plötzlich für eine Diskussion losgetreten??
    Die Anzeichen dafür sind lange bekannt gewesen-es haben nur alle gehofft, dass es nicht soweit kommt...Nun ist es passiert...und? Jetzt wird der "Schuldige" gesucht..
    wenn Ihr keinen aufhängen könnt, dann seid ihr nicht zufrieden...nach dem Motto- irgendjemand muß büßen... Kehrt erstmal alle vor der eigenen Tür...
    Diese "Alibiverstärkung" bei der Polizei ist auch nur ne Momentaufnahme...Tja- bei der Öffentlichkeit- welcher Politiker hat da schon Kreuz und gibt zu, dass hier im Vorfeld zu wenig getan wurde??? Nun müssen die "kleinen" die Suppe auslöffeln...Hurra...
    Vielleicht sollte man mal über einen zeitgemäßen Sanktionskatalog nachdenken...Für Körperverletzung nur vier Wochenenden Rosenpflege im Park...Da lacht uns die ganze Welt doch nur aus...Und die Polizisten baden es aus..wer nimmt die denn noch ernst??Die dürfen doch eh nichts machen...Und wenn sie was tun, dann stehen die vorm Kadi und ein Dizi gibts gratis dazu...
    Also bitte- Politiker, die ihr gewählt wurdet-tut was und versteckt
    euch nicht und vor allem-schiebt die Verantwortung nicht auf andere- schon gar nicht nur auf die ausländischen Mitbürger!!
  • Tatsachen Draufhinweiser – 31.12.09
    Es ist doch schon wieder ein leidiges Rumkommentiere.
    Ich halte Hooligans für viel gefährlicher und gewalttätiger als Jugendbanden. Wochenende für Wochenende machen diese Chaoten Krawall.

    Und Hooligans sind meist auschließlich deutscher Herkunft und viele zählen zum rechtsextremen Umfeld.
    Von deutscher Ordnung und Tugend kann also keine Rede sein.
    Aber wie so oft wird hier sich fleißig eine verkürzte und leicht widerlegbare Migrantenkritik herbeigeschrieben
  • Kulturelle Überlegenheit? Henry – 31.12.09
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  • @aus Linden-Nord JS – 31.12.09
    Straftaten mögen die hier nicht viele verüben.
    Jedoch sind diese türkischstämmigen Menschen stark dabei zu zeigen was sie von unserer Gesellschaft zeigen.

    Ich wohne hier über einem "türkischen Kulturverein" und könnte Ihnen nicht endene Klagelieder bzgl. Ruhestörung, respektieren der Hausordnung, Reinlichkeit der Umgebung und damit verbundener Abfallentsorgung, regelmässigem falsch parken und damit verbundenen Einschränkungen des Verkehr, Respekt und Anstand anderen gegenüber - insbesondere der Staatsgewalt in Form von Polizei und und und. Diese Menschen halten uns für (ihre) Opfer!

    Herr Sarrazin hat recht. Ein Großteil ist einfach nicht integrationswillig oder fähig.
    Und Fakt ist: Es sind meistens Menschen südländischer Abstammung (Türken) - da hilft auch keine political correctness.
  • @Linden-Nord Linden-Süd – 31.12.09
    Du meinst die Kriminalitätsrate der Innenstadt im Vergleich zu Linden-Nord. Kein Stadtteil hat eine so hohe Kriminalitäts wie die Innenstadt. Aber das Linden-Nord eine geringere Kriminalitätsrate hat als Hannover gesamt(im Durchschnitt) wage ich zu bezweifeln. Aber unter der Angabe von Quellen lasse ich mich gerne eines besseren belehren.
    Das Zusammenleben ist immer sehr schwierig wenn zwei Kulturen aufeinanderprallen. Sicher gibt es muslimische Menschen, die sich anpassen. Aber eben auch Leute, die hier unzufrieden sind. Die meisten sind gezwungen(aus finaziellen Gründen) ihre Heimat zu verlassen. Dann hier die westliche Lebensweise, die sich mit ihrer eigenen widerspricht. Frustation lässt sie kriminell werden.
    In Deutschland wird einfach eine komplett falsche Ausländerpolitik betrieben, dafür brauch ich nur die Augen aufmachen. Warum bin ich(als Deutscher) der Ausländer in meinem Stadtteil??? In einer deutschen Stadt???
  • @ aus Linden Nord LJA – 31.12.09
    Leider zeigen die Statistiken ein anderes Bild. Dabei sollte sich niemand dadurch beruhigen, dass vor seiner eigenen Haustür nichts oder zumindest nicht viel passiert.
    Letzters möchte ich übrigens bezweifeln. Ich erinnere mich noch gut an das Treiben der multikulturellen "Leinau-Gang" vor einigen Jahren. Kamen die etwa nicht überwiegend aus Linden-Nord ?
  • Fremdenfeindliche Kommentare aus Linden-Nord – 31.12.09
    Es ist schon bedenklich, ich welcher Qualität und Quantität hier fremdenfeidliche Hetze betrieben wird. Mein Stadtteil Linden-Nord ist nicht eben bekannt für einen geringen Anteil von Menschen aus der Türkei, doch 'komischerweise' ist die Kriminalitätsrate hier eher geringer als im städtischen Schnitt. Vielleicht sollten die werten Damen und Herren (ich vermute eher letztere) endlich mal aus diesen rechts-populistischen Denkschemen ausbrechen und das Ganze anhand von rationalen Überlegungen angehen. Kriminalität steht nicht in kausalem Zusammenhang mit der ethnischen Herkunft...
  • Sarstedt Gooolgetter – 31.12.09
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  • Jugendliche pit – 31.12.09
    Eine Beleidigung für jeden mit jugendlichen Kindern: Schreiben Sie doch, dass es Türkengangs waren, die Gruppe selber legt doch auch wert darauf, siehe deren Videos. Mein HAZ-Abo endet im nächsten Jahr, gut so.
  • @ Besorgter Vater Hannes – 31.12.09
    Hier stellt sich u.a. die Frage: Welche Fähigkeiten sollte ein Polizist haben, um Dienststellenleiter in Sarstedt zu werden?
  • Jugendgewalt in Sarstedt Momo – 31.12.09
    Sie sprechen mir aus der Seele!
  • @Michael Boris – 31.12.09
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  • Jugendgewalt in Sarstedt Besorgter Vater – 30.12.09
    Wie bitte, Herr Hans Wilhelm Müller. Sie sprechen von falschen Signalen und bezeichnen "aktiv werden" als hyperaktiv.
    Was wollen Sie denn dann machen? Die Augen verschließen, zur Tagesordnung übergehen und dem besorgen Bürger einreden, dass alles schön bunt und in Ordnung ist.

    Wie bitte, Herr Christian Zahel. Sie sind unwissend und glücklich und wissen nichts über die ständigen Gesetzesverstöße? Sie wissen nicht davon, dass ein Großteil weicher und harter Drogen in Sarstedt aus diesem Umfeld kommt. Sie sind nicht darüber informiert, dass diese Jugendlichen sich nackt fühlen, wenn sie nicht mindestens ein Springmesser in der Tasche haben und dies auch gern und oft zeigen und demonstrieren, dass Sie damit umzugehen wissen.

    Was weiß die Polizei überhaupt noch oder was gedenkt sie zu tun, um unsere Kinder und arbeitende und gesetzestreue Bürger vor krimineller Energie zu schützen, die zugewandert ist und die wir vor 30 Jahren in dieser Form nicht kannten.

    Sollen wir das alles hinnehmen und uns schönreden lassen. Was gedenken Sie als Polizei denn zu tun? Sprechen Sie doch mal mit deutschen Jugendlichen in Sarstedt, ein Teil wird noch nicht verängstigt sein und ihnen wohl noch unangenehme Wahrheiten mitteilen.

    Teilen Sie uns einfach mit, ob Sie ihre Aufgaben erfüllen möchten. Wenn nicht, lassen Sie es den Bürger einfach wissen. Wahrscheinlich werden Bürger dann das realisieren, was in kleinem Kreis zumindest schon angedacht wurde. Wir können unsere Kinder auch mit bürgerwehrähnlichen Streifen schützen.
  • Das alte Lied Michael – 30.12.09
    Mal wieder wird aus Gründen der 'Political Crrectness' oder warum auch immer davor zurückgeschreckt, die ethnische Zugehörigkeit dieser Prügel-Kids zu nennen.
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