Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Sack oder Tonne? So ärgern sich die Betroffenen

Umstrittenes neues Abfallsystem Sack oder Tonne? So ärgern sich die Betroffenen

Nicht representativ, falsche Argumente, fehlende Daten: Das Bürgergutachten zum Müllsystem in der Region Hannover hat wütenden Protest bei zahlreichen HAZ-Lesern hervorgerufen. Hier lesen Sie, was die Bürger von der Debatte um Sack oder Tonne halten.

Voriger Artikel
Was hat es mit Jamie-Lees Kostümen auf sich?
Nächster Artikel
Kliniken in Lehrte und Burgwedel bleiben erhalten

Lieber Sack als Tonne: In der deutlichen Mehrheit der Leserzuschriften sprechen sich Umland-Bürger dafür aus, dass sich bei der Müllabfuhr nichts ändert.

Quelle: HAZ

Durchsetzung gegen den Willen der Umlandbürger

Keinesfalls wollen alle Bürger die Müllsäcke abschaffen und durch die Tonne ersetzen. Schon 2013 gab es aufseiten von Aha Bestrebungen, uns die Tonne als günstiger schmackhaft zu machen. Und jetzt habe ich den Eindruck, dass einige – aus welchem Grund auch immer – dies gegen den Willen von Umlandbürgern durchsetzen zu wollen. Die Online-Umfrage wurde nicht beachtet, als nicht repräsentativ bezeichnet, weil sich mehrheitlich Umlandbürger beteiligt hatten. Wie wurden die Bürger ausgewählt, die jetzt als „repräsentativ“ bezeichnet werden, und woher kamen sie? Man weiß es nicht. Es gab schon 2013 genug Argumente für Säcke und gegen Mülltonnen. Etwa den besonders für ältere Bürger einfacheren Transport. Säcke werden morgens abgeholt und bleiben nicht den ganzen Tag an der Straße stehen. Außerdem: die Hygiene, besonders im Sommer, Platzmangel und die Gefahr, dass auch Verpackungen in der Tonne landen – keine Mülltrennung. Bitte lassen Sie uns doch wenigstens diese Freiheit. Mit dem Mindestvolumen haben wir uns abgefunden.

Hemmingen-Arnum , Hossein Esfahani, Leserbrief

Auf der Facebook-Seite der HAZ.

Quelle: Screenshot

Ergebnis widerspricht Wunsch der Gebührenzahler

Es ist schon sehr merkwürdig, dass die „Bürger“ genau das empfehlen, was Aha vorhatte. Man sollte mal die Auswahl der Gruppe und vor allem deren Zusammensetzung einschließlich Beruf, politischer Orientierung und so weiter transparent machen. Nur dann kann man das Ergebnis richtig bewerten. Ich bezweifle, dass diese Ergebnisse die Wünsche der Gebührenzahler wiedergeben.

Barsinghausen , Stefan Müller, Leserbrief

Gebührensystem besser darstellen

Die Bürgergutachter lehnen die Sackabfuhr nicht ab, sondern empfehlen die Beibehaltung der Behälterabfuhr als Regelsystem. Eine ausführliche Begründung dazu wurde von uns geliefert. Das, was wir bei der Region kritisiert haben, nämlich die mangelhafte Darstellung der Gebührensatzungsproblematik, ist Ihnen leider auch vorzuwerfen. Wie sonst kommt es in Ihrer Online-Umfrage zu einer solchen Antwortmöglichkeit (Nummer 2: „Säcke waren besser, weil man nur den wirklich anfallenden Müll zahlt“)? Insgesamt hatte ich mir mehr Information zur Veranstaltung gewünscht, etwa zu Fragen der Regionsabgeordneten und Bürger, und ein weniger mächtiges Bild.

Pattensen, Bernd Vogel, Leserbrief

Die Tatsachen sprechen eine andere Sprache

Ich bin auch Bürger (in der Region) und will das nicht. Und mit mir anscheinend die Mehrheit der Bürger in der Region. So sehe ich wöchentlich am Abfuhrtag Säcke an jeder Ecke. Tonnen? Eher keine. Da sprechen Tatsachen gegen die Ergebnisse der sogenannten (selbst ernannten?) Bürgergutachter. Die Bürger haben mit ihrer Entscheidung für die Restmüllsäcke längst abgestimmt. Ich würde es begrüßen, wenn die Berichterstattung diesbezüglich Zahlen präsentiert.

Wennigsen,   Axel Reimer, Leserbrief

Auf der Facebook-Seite der HAZ.

Quelle: Screenshot

Uns hat niemand gefragt

Jetzt reicht es uns langsam. Ist das die Lobbyarbeit für die Firma Aha? Wer wählt eigentlich diese Bürgergutachter? Uns hat niemand gefragt, ob wir mitmachen wollen.
Dass die Bürger die Müllsäcke abschaffen wollen, halten wir für ein Gerücht: Die Idee, die Müllsäcke als „zusätzlichen Service“ gegen eine höhere Gebühr zur Verfügung zu stellen, entbehrt jeder Grundlage. Die Bürger sollen gezwungen werden, sich noch eine Tonne hinzustellen? Das kann doch nicht ernst gemeint sein. Als Eigenheimbesitzer sind wir nicht scharf darauf, uns noch mehr Tonnen vor die Tür zu stellen.
Beim Sperrmüll hat sich unseres Erachtens die Methode mit mehreren festen Terminen im Jahr bisher am besten bewährt. Vielleicht landen dann wieder weniger Elektrogeräte in Wald und Flur. Je mehr man begrenzt, desto mehr Müll wird „fremd entsorgt“.

Mindestvolumen: Für Bürger, die alles trennen, so wie wir und viele weitere Personen, die wir kennen, sind zehn Liter einfach zu viel. Viele haben am Ende des Jahres noch Säcke übrig. Warum hört man nicht auf die Bürger, die die Absenkung auf fünf Liter vorschlagen?

Das hat alles Hand und Fuß. Wie kommen diese Bürgergutachter darauf, dass ihre Vorschläge die besten sind? Auf welcher Grundlage behauptet Aha, dass die durchschnittliche Restmüllmenge in der Region zwischen 15 und 20 Litern pro Person und Woche beträgt? Wir kennen nur Gegenbeispiele. Machen Sie sich doch mal die Mühe und befragen Sie die Bürger. Sie werden erstaunt sein, welche anderen Ergebnisse da herauskommen.

Transparenz? Die wünschen wir uns auch, aber im Hinblick auf die oben genannten Punkte.

Lehrte , Andreas und Kerstin Rust, Leserbrief

Auf der Facebook-Seite der HAZ.

Quelle: Screenshot

Viele Grundstücke haben keinen Platz für die Tonne

Mich hat niemand gefragt. Ich bin dagegen, dass die Müllsäcke abgeschafft werden. Irgendwann in den Achtzigerjahren wurde auf Müllsäcke umgestellt. Wir haben uns alle Möglichkeiten geschaffen, um diesen Müll unsichtbar zu machen. Und jetzt sollen wir uns wieder Tonnen vor die Tür stellen. Dafür müsste erst einmal Platz geschaffen werden. Durch die nur 14-tägige Abholung des Mülls züchten wir dann auch noch Ungeziefer und Bakterien. Der Biomüll kompostiert sich in der Tonne! Vor allem im Sommer. Der Sack wird, wenn er voll ist, zugemacht, und gut. Die Tonnenpflege soll vom Bürger erfolgen! Was ist das für ein Aufwand? Und was entsteht da noch zusätzlich an Kosten?

Derzeit ist doch eine gute Lösung gefunden worden. Warum rüttelt man schon wieder an den Gerüsten? Das muss noch mal dringend durchdacht werden.

Laatzen, Doris Sickau, Leserbrief

Warum werden nicht alle Bürger befragt?

Mich würde interessieren, wer nach welchen Kriterien diese sogenannten „repräsentativen“ (repräsentativ die Interessen von Aha vertretend?) Bürger ausgewählt hat und wer diese für ihr ach so bürgerfreundliches Gutachten bezahlt hat? Wenn tatsächlich und ehrlich die repräsentative Meinung der Bürger eruiert werden soll, wieso löst Aha das nicht beispielsweise mit einem von allen Bürgen auszufüllenden Fragebogen?

Wedemark, Stefanie Landwehr, Leserbrief

Keiner will den Vorgarten mit einer Tonne schmücken

Wir wohnen in einer Reihenhaussiedlung im Umland und sind definitiv für die generelle Beibehaltung der Sackabfuhr. Uns ist auch kein Reihenhausbesitzer bekannt, der seinen Minivorgarten mit Abfalltonnen „schmücken“ möchte.

Interessant wäre es auch zu erfahren, ob die Bürgergutachter, die im Stadtgebiet wohnen – dieser Personenkreis ist bekanntlich von der Problematik gar nicht betroffen –, hier mit abgestimmt haben.

Ronnenberg, Bernhard Lorenz, Leserbrief

Zwischenstand einer Umfrage auf HAZ.de. Hier können Sie weiterhin abstimmen.

Quelle: Screenshot

Ich will über die Abholung mitbestimmen

Ich frage mich allen Ernstes, wer die 50-köpfige Gruppe der Bürgergutachter bestellt oder ausgewählt hat. In der Region Hannover hätte man sinnigerweise die Bürger und Eigenheimbesitzer fragen müssen, ob sie mit der Abschaffung der Sackabfuhr einverstanden sind. Dieses ist wieder einmal nicht geschehen. Als mündiger Bürger und Gebührenzahler möchte ich schon mitbestimmen, wie mein Restmüll entsorgt wird. Für uns besteht nämlich bei unserem geringen Müllaufkommen keine Notwendigkeit, eine Abfalltonne auf unserem schon sehr kleinen Reihenhausgrundstück abzustellen. Zumal diese Tonne dann am Abfuhrtag auch noch 200 Meter weit bis zur Straße gebracht werden muss. Gleiches betrifft natürlich auch die vier Nachbarhäuser. Man kann nicht immer davon ausgehen, das überall junge Leute wohnen. Ab einem gewissen Alter ist das Bewegen einer Mülltonne schon sehr problematisch. Ich hatte Aha schon mehrmals darauf hingewiesen, das wir eine Sackabfuhr weiterhin beibehalten möchten.

Ich wünsche mir, das bei solchen Prozessen der Bürger mit einbezogen wird und zumindest eine allgemeine Haushaltsbefragung stattfindet.

Seelze, Jörg Lutz, Leserbrief

Jagau hat die Bürger mürbe gemacht

Waren bei der Eröffnung der Debatte um die Sack-Müllabfuhr rund 80 Prozent der Regionsbürger für die Sackabfuhr (HAZ-Artikel), so hat es Jagau im Laufe der Zeit geschafft die Bürger mürbe zu machen. Immer neue Hürden wurden eingerichtet, um die Tonne durchzudrücken. Eine Mindestmüllmenge, die jeder Bürger haben muss, wurde festgesetzt, was sehr sinnvoll ist für weniger Müll. Müllsäcke gibt es nicht mehr im Supermarkt, man muss sich extra bemühen, diese zu erhalten. Einmal für die Tonne entschieden, immer bei der Tonne bleiben, dauerte aber offensichtlich zu lange. Und so weiter. Der „Rauswurf“ der Aha-Geschäftsführerin war schlussendlich nur ein Bauernopfer.

Jetzt der letzte Schachzug mit dem sogenannten Bürgerforum. Das Ergebnis war vorhersehbar. Die Dreistigkeit des Ergebnisses im Detail jedoch nicht. Was jetzt noch fehlt, sicher aber in der nächsten, abschließenden Stufe noch folgt, ist die Einführung des Ein-Mann-Abfuhrsystems. Mit der ausstehenden Reduzierung der Wertstoffhöfe hat dann der SPD-Mann Jagau rund die Hälfte der Arbeitsplätze wegrationalisiert.
Es ist nicht schwer vorherzusagen, dass sich die Recyclingquote deutlich verringern wird. Aber darum, um die Umwelt, geht es schon lange nicht mehr.

Neustadt, Volker Ebeling, Leserbrief

Gutachten liest sich wie Originalton von Aha

Eine Lachnummer oder besser ein Trauerspiel. Bürger, die ein Gutachten abliefern, welches sich wie der Originalton von Aha liest: Abschaffung der grauen Säcke, Beibehaltung der Zehn-Liter-Zwangsgutscheine, personenbezogen, ergänzt durch den Vorschlag zur Strafzahlung für Sack-Härtefälle, sowie die Abschaffung der grünen Säcke und Ersatz durch braune Tonne. Interessant wäre auch, ob alle ausgewählten „Bürgergutachter“ aus der Stadt Hannover kamen und mit welchen Mehrheiten dieses sogenannte Gutachten verabschiedet worden ist.

Wunstorf, Dietrich Reuter, Leserbrief

Wen wundert das Ergebnis?

Aha, es gibt ein Gutachten – auf welcher Datenbasis? Mir ist keine Befragung bekannt geworden, mir ist auch niemand bekannt, der gefragt wurde, wen wunder also das Ergebnis? Alle wollen demnach eine blaue Tonne, eine O-Tonne, eine graue Tonne und eine braune Tonne? Müllvermeidung oder Tonnenvermeidung, Papier in die blaue Tonne, Kompost auf den Kompost und für den Rest reicht die Mindestmüllmenge? Was ist das: Gebührenoptimierung, Verwaltungsdiktatur oder was?

Wennigsen, Heiko Bödeker, Leserbrief

Nur das Bürgergutachten gehört in die Tonne

Soso, ein Team Gutachter bestehend aus einer repräsentativen Gruppe von Bürgern. Repräsentativ wofür? Ich kenne so gut wie niemanden, der die Abfalltonne dem Müllsack vorzieht (außer denen, die noch keine Vorstellung von der Hygiene einer solchen Tonne haben). Glaubt hier tatsächlich irgendjemand, dass wir unsere Grundstücke gerne mit Mülltonnen verschandeln möchten? Oder dass wir uns in der Hitze des Sommers an dem Gestank des zwei Wochen in der Tonne gärenden Abfalls berauschen möchten? Ebenfalls immer wieder ein wahrer Quell der Freude sind dann auch die zahlreichen Maden, welche einem bereits nach einer Woche fröhlich aus den Resten der vorangegangenen Grillabende entgegenwinken. Ich weiß, wovon ich rede, in unserem Ferienhaus haben wir seit Jahrzehnten ebendieses „Vergnügen“. Freuen wir uns also auf neuartige (Geruchs-)Eindrücke, gegen die ein gefülltes Dixi-Klo bei 40 Grad einer wahren Frühlingsbrise gleicht.

Ach ja, die Mindestmenge: Nachdem wir als Mülltrenner nun im zweiten Jahr zwei Drittel unserer Müllsäcke ungenutzt im Kunststoffmüll entsorgen, werden wir bei Einführung der Tonne alles – von Sperrmüll über Altpapier, Rest- und Biomüll – dort hineintun. Das können die „Repräsentanten“ dann ja für mich trennen. In die Tonne gehört hier nur eins: das „repräsentative“ Bürgergutachten.

Hemmingen , Arne Meineke, Leserbrief

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Region
Fotowettbewerb: HAZ-Leser fotografieren den Sommer

Beim Fotowettbewerb "Festgehalten" im Sommer 2016 senden HAZ-Leser ihre schönsten Fotos aus Hannover.

Wann und wo gibt es Floh- und Trödelmärkte sowie Basare in Hannover und der Region? Wir haben eine Übersicht zusammengestellt.

An welchen Tagen kann in Hannover und der Region 2016 sonntags eingekauft werden? Eine Übersicht der Verkaufsoffenen Sonntage haben wir hier für Sie zusammengestellt.