Das Halbjahresprogramm versammelt Stadtrundgänge, Vorträge, Seminare und Gedenkveranstaltungen von August 2010 bis Januar 2011 und wurde von Stadt und Region gemeinsam mit der Gedenkstätte Ahlem und dem Netzwerk Erinnerung und Zukunft zusammengetragen.
Der Überblick beginnt mit der „Nacht der 100.000 Kerzen“ am 5. August, in der das Hiroschima-Bündnis zum 65. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroschima und Nagasaki an die Opfer erinnern will. Das Treffen beginnt um 21 Uhr am Hiroschima-Hain hinter dem Kinderkrankenhaus auf der Bult. Der Veranstaltungskalender weist auch auf Führungen des Vereins Stattreisen hin, der zum Beispiel am 15. August die jüdischen Friedhöfe in der Nordstadt vorstellt. Vorträge beschäftigen sich mit „Frauen im Nationalsozialismus“ (16. September) oder der Geschichte des Gerichtsgefängnisses in Hannover (3. November).
Schüler der Albert-Einstein-Schule in Laatzen haben mit der Schriftstellerin Corinna Luedtke über den Holocaust recherchiert, die in ihrer Schreibwerkstatt entstandenen Texte präsentieren die Jugendlichen der Öffentlichkeit (19. August). Der ehemalige israelische Botschafter Avi Primor spricht in Burgdorf über „Deutsch-jüdische Missverständnisse“ (10. November), und der Historiker Hans-Dieter Schmid stellt in seinem Vortrag „Topografie des Terrors“ am 11. November die wichtigsten Tatorte der nationalsozialistischen Verfolgungsbehörden vor.
Das Programm ist im Internet unter www.erinnerungundzukunft.de zu finden und liegt in Rathäusern, Freizeitheimen sowie in Bibliotheken aus.
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