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"Hauptsache der Radweg kommt"

Uetze "Hauptsache der Radweg kommt"

Seit rund 20 Jahren fordern der Schwüblingser und der Dollberger Ortsrat den Bau eines Radwegs zwischen ihren Dörfern. Diese Forderung will die Region endlich erfüllen. Sie plant den Bau der Radfahrverbindung entlang der Kreisstraße 132 für 2019.

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Die Brücke über die Bahn ist auf der Nordseite gleich breiter gebaut worden, um später einen Radweg anlegen zu können.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Dollbergen/Schwüblingsen/Benrode. Noch in diesem Jahr will die Regionsverwaltung den Vermessungsauftrag für die Radwegtrasse vergeben. Nach den Kriterien des Radwegeplans ist eine separate Fahrspur für Radler neben der Fahrbahn nicht dringlich. Sie sei aber für den Alltagsradverkehr von Bedeutung, weil es seit dem Bau der Schnellbahnstrecke Hannover-Berlin in den Neunzigerjahre zwischen beiden Orten keine direkte Radwegeverbindung mehr auf Hauptwirtschaftswegen gibt, begründet die Verwaltung das Bauvorhaben.

"Die Begründung ist mir egal. Hauptsache der Radweg kommt", sagt Schwüblingsens Ortsbürgermeister Eike Dralle. Der Radweg erhöhe die Sicherheit für Fahrradfahrer. Schwüblingser Kinder hätten Schulfreunde in Dollbergen und besuchten diese nachmittags mit dem Fahrrad und umgekehrt. Schwüblingser radeln auch zum Fußballtraining nach Dollbergen oder nehmen andere Sportangebote in der dortigen Turnhalle wahr.

"Wenn jetzt ein Autofahrer einen Radfahrer überholt und plötzlich Gegenverkehr kommt, kann es auf der Brücke zu brenzligen Situationen kommen", sagt Dralle. Die relativ schmale Fahrbahn der K 132 sei für Radler gefährlich, weil Autofahrer wegen der steilen Rampen der Brücke nicht die gesamte Strecke einsehen könnten, pflichtet ihm die Dollberger Ortsbürgermeisterin Tove Knebusch bei. "Da wird sehr schnell gefahren, obwohl nur Tempo 70 erlaubt ist", gibt sie zu bedenken.

Knebusch streicht heraus, dass künftig Radler auf kurzem Weg von Dollbergen nach Schwüblingsen fahren können. Um sicher von einem Dorf zu anderen zu gelangen, müssten sie derzeit einen riesigen Umweg durch die Feldmark in Kauf nehmen.

Beim Bau der Brücke über die Bahn sind die Überführung und die Rampen gleich so breit gebaut worden, dass auf der Nordseite Platz für einen Radweg ist. "Da hat damals jemand aufgepasst", stellt Dralle erfreut fest. Der Radweg wird etwa 500.000 Euro kosten.

Bereits 2018 will die Region die Erse-Brücke im Zuge der Kreisstraße 127 zwischen Benrode und Eltze erneuern. Der Zustand der Brücke sei so schlecht, dass voraussichtlich bis zum Bau einer neuen Brücke die zulässige Traglast reduziert werden müsse. Eine Sanierung lohne sich nicht mehr, stellt die Region klar. Sie veranschlagt die Baukosten auf 700.000 Euro.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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