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Noch einmal die Schulbank drücken

Uetze Noch einmal die Schulbank drücken

30 Jahre nach ihrem Abitur haben ehemalige Schüler des Gymnasiums Uetze noch einmal die alten Schulbänke gedrückt: Zum Klassentreffen kamen rund 30 Ehemalige, um sich anzuschauen, wie sich ihre Schule verändert hat.

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Vor 30 Jahren haben sie am Gymnasium Uetze Abi gemacht - jetzt kommen 30 ehemalige Schüler zum Klassentreffen zurück an die alte Schule.

Quelle: Isabell Rollenhagen

Uetze. Der Geruch in den Gängen und den Klassenzimmern hat sich in den vergangenen 30 Jahren nicht verändert. Da sind sich die Absolventen des Abiturjahrgangs 1986 einig. Rund 30 ehemalige Schüler des Gymnasiums Uetze haben sich am Sonnabend noch einmal in ihrer alten Schule versammelt, um gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen.
"Vieles ist gleich geblieben, zum Beispiel die Fußböden", sagt Hans-Jörg Schubach aus Gifhorn, einer der 62 Abiturienten. "Man atmet immer noch die gleich Luft. Es ist schon toll, das alles zu sehen." Dennoch sei auch die Modernisierung der Schule deutlich erkennbar: Wo früher noch mit Kreide an die Tafel geschrieben wurde, hängen jetzt interaktive Whiteboars, die mit Computern verbunden sind. Und auch der Vertretungsplan ist anders: Er hält die Schüler digital auf einem Flachbildschirm auf dem Laufenden, wenn Unterricht ausfällt. "Damals wurde hier noch ein Zettel an eine Pinnwand gehängt", erinnert sich Anja Schmidt, die das Klassentreffen zusammen mit Gesine Himstedt organisiert hat. Die heutige Schulleiterin Andrea Wundram begrüßte die Absolventen gerne an ihrer Schule. "Ich habe im gleichen Jahr Abitur gemacht", sagt sie. "Allerdings in Burgdorf."
Wie der Unterricht heute abläuft, erklärt der Elftklässler Joey Schütze (16). Der Sohn des Hausmeisters vom Uetzer Schulzentrum bringt die ehemaligen Schüler bei der Führung zum Staunen: Kreide benutzt eigentlich kein Lehrer mehr, und Overheadprojektoren findet sich auch nicht mehr in den Klassenräumen. "Lest ihr überhaupt noch Bücher?", frag ein 1986-er Abiturient angesichts der  Digitalisierung des Unterrichts.
Viele hatten am Sonnabend einen weiten Weg in Kauf genommen, um die ehemaligen Klassenkameraden zu treffen: Die längste Anreise hatte eine Jahrgangskollegin aus Syrien, die dort bei den Vereinten Nationen arbeitet. Cyra von Müller kam für das Treffen extra aus der Schweiz, wohin sie 1996 zog, um im Bereich Kommunikation zu arbeiten. "Es ist toll, alle wiederzusehen", sagt sie, als sie in der Agora des Schulzentrums steht. "Auf der Bühne stand ich und habe im Schulorchester gespielt." Bei der Abi-Entlassungsfeier spielten die Schüler "We Are The Champions" von Queen. Mit fünf bis sechs Leuten habe von Müller noch heute regelmäßig Kontakt.
Nach der Schulbesichtigung feierten die Absolventen in Oppershausen bis spät in die Nacht. Viel zu erzählen gab es ja.

Von Isabell Rollenhagen

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