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Straße nach Gefahrgutunfall stundenlang gesperrt

Unfall bei Uetze Straße nach Gefahrgutunfall stundenlang gesperrt

Vom Glück im Unglück sprechen Polizei und Feuerwehr nach dem Unfall eines Gefahrguttransporters auf dem Röhndamm, der zu einem Einsatz des ABC-Zuges Hannover-Ost und zu einer stundenlangen Sperrung der Kreisstraße 133 zwischen Ehlershausen und Nienhagen geführt hat.

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Aus dem Lastwagen müssen 40.000 Liter Benzol abgepumpt werden.

Quelle: Bismark

Uetze. Denn die Ladung des Lastwagens – etwa 40 000 Liter flüssige Kohlenwasserstoffe – konnte nach stundenlanger Vorbereitung in einen anderen Tank umgepumpt werden.

Der 38 Jahre alte Fahrer des Wagens war gegen 8.15 Uhr auf dem Röhndamm in Richtung Nienhagen unterwegs, als er aus noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abkam. Auf dem weichen Bankett rutschte der Sattelzug von der Straße und blieb schräg über einem Graben stehen. Ein von der Polizei alarmierter Abschleppwagen sicherte das Unfallauto zunächst, so dass es nicht weiter auf das Feld rutschen und komplett umkippen konnte. Gegen 10 Uhr erhielt die Ortsfeuerwehr Obershagen die erste Alarmierung, innerhalb von 45 Minuten wurde die Alarmstufe auf einen ABC-Einsatz erhöht, weil die Ladung nach Aussage von Feuerwehrsprecher Timo Seffer als leicht entflammbar und gesundheitsgefährdend gilt.

Ein Tanklaster ist bei Uetze von einer Straße abgekommen. 

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Damit rückten die Mitglieder der Feuerwehren aus Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze aus, die im Gefahrgutzug Region Hannover-Ost zusammengefasst sind. Nach Aussage Seffers waren 164 Feuerwehrleute mit 34 Fahrzeugen im Einsatz. Sie bauten unter der Leitung von Gemeindebrandmeister Tobias Jacob auf dem angrenzenden Feld eine Station mit Wasser und Löschmitteln auf, um im Notfall schnell agieren zu können. Andere Feuerwehrleute sicherten die Unfallstelle, die sich nur wenige Meter vor einer Baumgruppe befand. „Wir wissen nicht, wie sich der Wagen verhält, wenn wir abpumpen“, begründete Jens Blenk von der Uetzer Feuerwehr das Vorgehen unter ABC-Schutz. So wurde neben Messtrupps auch der Dekontaminationszug aus Sehnde-Bilm eingesetzt.

Um das Umkippen zu verhindern, wurde zudem ein zweiter Transporter angefordert. Dieser sicherte den 40-Tonner im vorderen Bereich. Die umfangreiche Vorarbeit zahlte sich nach Aussage Seffers aus: Die gefährliche Ladung konnte umgepumpt werden, ohne dass die Umgebung damit belastet wurde.

Erst nach mehr als acht Stunden konnte die Polizei die Strecke wieder für Autofahrer freigeben – sie wurden bis dahin über andere Straßen zu ihren Zielorten geleitet.

Von Antje Bismark

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