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Acker wird zur Rennstecke

Uetze Acker wird zur Rennstecke

Es wird laut und staubig, wenn am Sonnabend, 10. September, auf einem Acker am Rande Schwüblingsens 50 Rennteams mit ihren Maschinen acht Stunden lang auf den 1,7 Kilometer langen Geländeparcours mit Sprunghügel, Schikane und „Spaghetti-Topf“ gehen.

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Olaf Garlich steht mit seiner Maschine auf dem Sprunghügel des anspruchsvollen Parcours am Ortsrand Schwüblingsens. Er ist einer der fast 200 Fahrer, die am Sonnabend beim Achtstundenrennen an den Start gehen.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Schwüblingsen. Wer das Spektakel anschauen will, ist willkommen. Der Eintritt ist frei. Das Feld liegt an der K 125 am südlichen Ortsausgang Schwüblingsens. 

Die Veranstaltung ist zugleich die erste große Bewährungsprobe für die Schwüblingser Junggesellschaft. Die jungen Leute sind am Wochenende nicht nur sie Gastgeber eines Mofa-Rennens, zu dem 50 Fahrerteams samt Tross erwartet werden. Für Sonntag, 11. September, bereiten sie zudem ein buntes Drachenfest vor.

„Es ist eine Herausforderung für uns“, sagt Anna Schulz von der Junggesellschaft, die sich erst im vergangenen Jahr gegründet hat. „Aber wir sind gut aufgestellt mit Helfern“, ergänzt Mitorganisator Christoph Bethmann. Die Junggesellschaft übernimmt die Rundumverpflegung der Rennteams für mindestens zwei Tage und versorgt auch die Zuschauer mit Getränken, Snacks und Kuchen.

Die Rennteams aus ganz Deutschland werden bereits am heutigen Freitag erwartet. „Das ist wie ein großes Familientreffen. Wir rechnen mit mindestens 250 Leuten, die hier auch übernachten werden“, sagt Stefan Eberhage.

Der Arpker zeichnet seit 12 Jahren für die Vorbereitung der alljährlichen Mofa-Rennen verantwortlich. „Das ist ein neuer Teilnehmerrekord“, sagt Stefan Eberhage, der das alljährliche Mofa-Rennen seit zwölf Jahren organisiert. Normalerweise meldeten sich etwa 30 Teams an. Die Fahrer und ihre Begleiter reisen in der Regel mit Wohnwagen an. Für diese ist Platz rechts und links der Rennstrecke auf dem fünf Hektar großem Acker.

„Ab 16 Uhr beginnt das freie Training auf den Maschinen“, kündigt Eberhage an. „Die Mofas dürfen maximal 50 Kubikzentimeter Hubraum haben, fahren aber mit 60 bis 70 Sachen über die Geländepiste“, erklärt Mitorganisator und Fahrer Olaf Garlich.

Wegen des Teilnehmerrekords – „so viele hatten wir seit Anbeginn der Rennen im Jahr 1984 noch nie“ – hat Eberhage die Rennstrecke von 1,1 auf 1,7 Kilometer verlängert. Denn alle Maschinen der 50 Teams gehen gleichzeitig auf die Strecke und zwar für geschlagene acht Stunden. Das Team, das in dieser Zeit die meisten Runden dreht, gewinnt den Wanderpokal mit dem bizarren Namen „Heiliger Kral“.

Damit sich keiner verzählt, wird laut Eberhage eine elektronische Zählanlage eingesetzt und jedes Team mit einem Transponder ausgestattet. Die reinen Herrenteams treten mit drei Fahrern an, die sich in den acht Stunden abwechseln. Die gemischten Teams können bis zu fünf Fahrer und Fahrerinnen ins Rennen schicken.

Für das Qualifying hat Eberhage sich diesmal etwas Besonders ausgedacht. „Die Fahrer werden auf ihren Maschinen von einem Hänger rollen, der Motor bleibt dabei aus. Die Länge der Rollstrecke entscheidet über den Startplatz des Teams“, erläutert er. In den Vorjahren wurde das Qualifying mit der schnellsten Runde entschieden. „Doch diesen Lärm bis spät in den Abend wollten wir den Schwüblingsern nicht zumuten.“

Das Rennen beginnt am Sonnabend um 10 Uhr mit einem Lemans-Start. Die Siegerehrung ist für 20 Uhr geplant. Im Anschluss steigt dann einen Stoppelfeldparty.

Drachenfest für Klein und Groß

Am Sonntag gehört das Feld den Drachenfliegern. Das Fest für junge und junggebliebene Freunde der Flieger beginnt um 11 Uhr. Die Kornhäuser Musikanten geben von 12.30 bis 14 Uhr ein Konzert. Ab 13 Uhr ist das Kuchenbüfett eröffnet. Die Kinder können Drachen basteln, sich schminken lassen und auf einer Hüpfburg toben. Offizielles Ende des Drachenfests, für das ebenfalls kein Eintritt erhoben wird, ist 18 Uhr.

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Die Organisatoren Anna Schulz (von links), Christoph Bethmann, Olaf Garlich und Stefan Eberhage vor der Rennstrecke, die sie auf dem Acker am Schwüblingser Ortsrand angelegt haben. Vor dem Rennen werden die Fahrgassen noch einmal gewässert, damit es nicht zu stark staubt.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer
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