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Ärger über liegen gebliebene gelbe Säcke

Dollbergen/Hänigsen Ärger über liegen gebliebene gelbe Säcke

Bei der Abfuhr der gelben Säcke hakt es gewaltig. Die ersten Abfuhrtermine in diesem Jahr hat die neue Firma Remondis in einigen Uetzer Ortsteilen verpatzt. Die Säcke blieben liegen und wurde auch an den nächsten Tagen nicht abgeholt.

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In einigen Uetzer Ortsteilen sind Gelbe Säcke wie die auf dem Symbolbild nicht abgeholt worden.

Quelle: Symbolbild/Sauer

Uetze. Am Dienstag, beim zweiten Abfuhrtermin unter neuer Regie, waren die Sackberge an den Straßen in Dollbergen entsprechend groß. Um 17.30 Uhr waren sie in den meisten Straßen noch immer nicht abgeholt worden. Als die gelben Säcke vor seiner Haustür an der Fuhsestraße beim ersten Abholtermin am 5. Januar nicht abgeholt waren, wollte Jürgen Brunotte sich bei Remondis nach der Ursache erkundigen. Es blieb beim Versuch: „Man ruft die Hotline an, wartet, wird dann zum Callcenter in Berlin weitergeleitet und wartet wieder“, berichtet Brunotte. Schließlich habe er aufgelegt, ohne irgendjemanden erreicht zu haben.

Dieselbe Erfahrung haben auch Annegret und Joachim Schüttler aus Hänigsen gemacht. „Über die Hotline habe ich versucht, Remondis zu erreichen, um nach 30 Minuten entnervt aufzugeben“, berichtet Annegret Schüttler. Das Ehepaar wohnt im Kreuzdornring. Dort waren die gelben Säcke beim ersten Mal mit drei Tagen Verspätung abgeholt worden. Der zweite Abholtermin am 8. Januar verstrich, ohne dass die Remondis-Fahrzeuge auftauchten. „Allein ein günstiges Angebot abzugeben, reicht nicht. Man muss auch die Kapazitäten dafür haben“, kritisieren die Schüttlers.

Für die Auftragsvergabe an die Entsorgungsfirma Remondis waren nicht - wie viele Bürger meinen - die Regionspolitiker zuständig, sondern die Duale System Deutschland AG. Sie hat nach Angaben ihres Sprechers Norbert Völl die Firma Remondis bereits zur Stellungnahme aufgefordert. Man habe zu keiner Zeit damit gerechnet, dass Remondis als größter Entsorgungskonzern Deutschlands mit dem Einsammeln der gelben Säcke solche Schwierigkeiten haben könnte. „Wir schauen bei einer Auftragsvergabe, dass die personelle und technische Ausstattung passt. Zudem musste Remondis ihre Vorbereitungen, zum Beispiel die Routenpläne, vorlegen“, sagt Völl.

Warum in Dollbergen die Abfuhr in der vergangenen Woche komplett ausgefallen ist, konnte Remondis nicht erklären. Dessen Sprecher Michael Schneider nennt drei Ursachen für die Pannen in der Region: die extreme Witterung, die fehlende Routine und das kurzfristige Abspringen von zehn Prozent des geschulten Personals. „Wir verstehen den Ärger der Bürger, deshalb setzen wir alles daran, dass die Abfuhr funktioniert“, sagt Schneider. „Die Fahrzeuge sind bis spätabends und sogar den kompletten Samstag unterwegs gewesen, trotzdem haben wir nur 85 Prozent der Routen geschafft.“

Die Region Hannover, bei dessen Team Abfall viele verärgerte Bürger anrufen, hat am Dienstag entschieden, dass „aha als öffentlich-rechtlicher Entsorger Remondis anmahnen soll, wenn weiterhin was falsch läuft“, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann.

SPD-Regionsabgeordneter Jürgen Buchholz aus Dollbergen erinnert daran, dass es vor drei Jahren mit dem privaten Entsorger Alba auch schief ging. „Mich persönlich stört zudem die desolate Informationspolitik Remondis’ gegenüber den Bürgern.“

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