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Kleinste Bücherei steht in Altmerdingsen

Uetze Kleinste Bücherei steht in Altmerdingsen

Altmerdingsen hat jetzt eine eigenen kleine Bücherei. Sie ist nicht nur die kleinste öffentliche Bibliothek in der Gemeinde Uetze, sondern auch die außergewöhnlichste. Sie hat die Form eines Baumstammes. Daher wird sie Lese- oder Büchertauschbaum genannt. Sie steht vor dem Schützenheim.

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Reinhard Degotschin (von links), Norbert Günther und Hans-Helmut Knoche übergeben den Büchertauschbaum seiner Bestimmung

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Altmerdingsen. Den Bücherschrank in Form eines Baumes haben Ortsbürgermeister Reinhard Degotschin, Norbert Günther und Hans-Helmut Knoche angefertigt. Er steht vor dem Schützenheim. "Jeder kann sich ein Buch zum Lesen herausnehmen", erläuterte Degotschin, als er, Günther und Knoche den Büchertauschbaum feierlich seinen Zweck übergaben. Nach Möglichkeit solle jeder, der ein Buch mitnehme, ein anderes hineinstellen, das er von zu Hause mitgebracht hat. Man müsse es aber nicht machen.

Die Idee ist während der Lesenachmittage entstanden, zu denen das Altmerdingser Orga-Team im Winter einlädt. Bei diesen Veranstaltungen lesen Einwohner aus ihren Lieblingsbüchern vor. "Da werden auch Bücher mitgebracht und getauscht", berichtete Degotschin. Daher hätten er und seine beiden Mitstreiter sich entschlossen, einen öffentlichen Bücherschrank zu bauen.

"Dann hat uns ein Zufall in die Karten gespielt", erinnerte sich der Ortsbürgermeister. Der Einwohner Christof Wegner habe auf seinem Grundstück Bäume gefällt. Er habe ihnen einen Eichenstamm überlassen. "Den haben wir mit einer Kettensäge ausgehöhlt", erzählte Degotschin. In den ausgehöhlten Stamm wurden Regalbretter eingesetzt.

Schwieriger sei es gewesen, ein langes Brett für die Schranktür abzutrennen, berichtete der Ortsbürgermeister. Da habe der Uetzer Udo Deister geholfen. Der habe in seinem Forstbetreib die Tür mit einer Bandsäge ausgesägt. "Das bekommt man mit der Kettensäge nicht so genau hin", sagte Degotschin.

Damit keine Nässe in das Holz zieht, setzten er und seiner Mitstreiter ein Dach auf den Stamm. Da hätten sie auf die Ratschläge des Tischlers Erich Fricke und dessen Maschinen zurückgreifen können, berichtete der Ortsbürgermeister.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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