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Das müssen Sie über die Haustier-Auflagen wissen

Vogelgrippe Das müssen Sie über die Haustier-Auflagen wissen

Nach dem Fund einer an Vogelgrippe erkrankten Wildente im Kreis Peine dürfen Katzen und Hunde in Arpke, Immensen, Sievershausen, Hämelerwald, Dolgen und Haimar sowie in Dedenhausen, Dollbergen, Katensen und Schwüblingsen nicht mehr frei laufen.  Der Amtstierarzt der Region Hannover gibt Antworten auf die häufigsten Fragen. 

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In einige Ortschaften der Region Hannover dürfen Haustiere nicht mehr frei laufen.

Quelle: Stratenschulte

Lehrte/Uetze/Sehnde. Viele Katzen- und Hundehalter sind deshalb beunruhigt: Können ihre Tiere sich anstecken und wie ist eine Katze, die sich hauptsächlich draußen aufhält, in dieser Zeit zu halten? Michael Schimanski, Amtstierarzt der Region Hannover, hat Antworten.

Können Hunde und Katzen sich anstecken?
Nein, das Risiko ist sehr gering.

Worin besteht dann die Gefahr?
Mit dem Freilaufverbot für Hunde und Katzen soll verhindert werden, dass sie tote Wildvögel finden und durch die Gegend schleppen, sodass sich das Virus H5N8 weiter ausbreitet. Manche Hunde fressen auch gern Aas. Erkrankte Tiere lassen sich zudem in der Regel einfacher jagen, sodass sie für Katzen zu einer leichten Beute werden.

Gilt das Freilaufverbot auch für Jagdhunde?
Jäger dürfen ihre Hunde nur noch angeleint mit ins Revier nehmen. Auch alle anderen Hundehalter müssen ihre Tiere wie zur Brut- und Setzzeit wieder an der Leine führen – und das nicht nur in der freien Landschaft, sondern auch in den Ortschaften.

Was können Katzen- und Hundehalter tun, damit ihre Tiere sich auch mal im Freien tummeln können?
Sie können bei der Region Hannover unter www.hannover.de/vogelgrippe einen Ausnahmeantrag stellen. Die Halter müssen genau begründen, warum sie für ihre Katze oder ihren Hund eine Ausnahmegenehmigung haben wollen und wie sie den Freilauf gestalten wollen. Gute Chancen, dass der Antrag genehmigt wird, haben beispielsweise Katzenhalter, die sich dazu verpflichten ,ihre Tiere nur unter Aufsicht frei laufen zu lassen. Man kann auch eine Katze an der Leine spazieren führen – wenn sie es sich gefallen lässt.

Wie wichtig ist es, dass sich jeder an die Auflagen in der Beobachtungszone hält?
Das ist sehr wichtig. Das gilt vor allem auch für private Geflügelhalter mit nur wenigen Tieren. Auch sie müssen ihre Hühner, Enten oder Gänse im Stall lassen und die Hygienevorschriften beachten. Würde ein Vogelgrippefall in solch einem Kleinbestand auftreten, hätte das große Auswirkungen auf die Geflügelbetriebe sowie Hunde- und Katzenhalter im weiten Umkreis.

Was sollte man tun, wenn man Tierhalter beobachtet, die sich nicht an die Auflagen halten?
Die Region hat ein großes Interesse daran, dass sich alle daran halten und eventuelle Verstöße gemeldet werden.

Wie lange werden diese Auflagen gelten und wer entscheidet, wann die Beobachtungszone aufgehoben wird?
Sie gelten 30 Tage, vorausgesetzt es werden keine weiteren an der Vogelgrippe verendeten Tiere entdeckt.

Die Fragen stellte Anette Wulf-Dettmer.

 Außerdem hat das Veterinäramt hat für alle Geflügelhalter in der Region Hannover eine Stallpflicht verhängt. 

Hunde an die Leine, Katzen ins Haus

Die Region Hannover hat am Mittwoch angeordnet, dass alle Geflügelhalter in der Region ihre Tiere ab Freitag in Ställen oder Verschlägen einsperren müssen. In einigen Orten an der Grenze zum Kreis Peine gelten zusätzliche Schutzmaßnahmen – unter anderem dürfen hier Hunde und Katzen nicht mehr frei laufen. H5N8 ist für den Menschen nach bisheriger Erkenntnis ungefährlich, Experten empfehlen aber, Hautkontakt mit toten Tieren zu vermeiden.


Der tote Wildvogel wurde am Sonntag von einem Spaziergänger am Eixer See im Kreis Peine gefunden. Nachdem das Friedrich-Loeffler-Institut feststellte, dass das Tier mit H5N8 infiziert war, wurde im Radius von drei Kilometern um den Fundort eine Sperrzone eingerichtet, in der alle Geflügelbestände auf das Virus untersucht werden. Im Umkreis von zehn Kilometern wurde eine Beobachtungszone eingerichtet, zu der auch Ortsteile von Lehrte (Arpke, Hämelerwald, Immensen, Sievershausen), Sehnde (Dolgen, Haimar) und Uetze (Dedenhausen, Dollbergen, Katensen, Schwüblingsen) gehören. In der Beobachtungszone dürfen Vögel nicht transportiert und Wildtiere nicht geschossen werden. Außerdem müssen Hunde und Katzen eingesperrt oder angeleint werden. 


Zudem wurden in der ganzen Region Hannover alle Geflügelschauen abgesagt. In der Region gibt es insgesamt 1611 Halter mit 469 242 Stück Geflügel. Über die Hälfte der Landkreise in Niedersachsen hat mittlerweile eine Stallpflicht verhängt.     

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