Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Sicher schwimmen nach der Grundschulzeit

Uetze Sicher schwimmen nach der Grundschulzeit

Der DLRG-Vorsitzende Norbert Vanin steht im Hänigser Freibad am Schwimmerbecken. "Macht die Beine lang, hockt sie an und streckt sie dann seitlich aus", ruft er Kindern zu, die sich im Wasser am Beckenrand festhalten. Sie nehmen an einem Anfängerschwimmkursus der DLRG teil.

Voriger Artikel
Es geht um Beispiele gelebter Nächstenliebe
Nächster Artikel
Backeberg: Lösung für Parkplatznot in Sicht

Norbert Vanin (gelbes T-Shirt) schaut den Kindern zu, die im Wasser am Beckenrand die Beinbewegungen üben.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Hänigsen/Uetze. "Ich habe meine fünfjährige Tochter angemeldet, damit sie schwimmen lernt, bevor sie zur Schule kommt," sagt die Hänigserin Susan Grebien. Als Mutter müsse sie sich dann keine Sorgen machen, wenn die Schule einen Ausflug ins Freibad mache. Ihre Tochter könne dann gefahrlos ins Wasser gehen.

"Schwimmen ist eine Basiskompetenz", betont Anna Gehrmann aus Uetze, deren sechsjähriger Sohn und siebenjährige Tochter ebenfalls an dem Lehrgang teilnehmen. Schwimmen fördere die gesamte motorische Entwicklung.

Die Leiterin der Uetzer Grundschule, Karin Schulz, bedauert, dass nicht mehr alle Eltern ihren Nachwuchs für Schwimmkurse anmelden. Nach einer Forsa-Umfrage sind nur noch 40 Prozent der Sechs- bis Zehnjährigen sichere Schwimmer. "Die Erfahrungen zeigen, dass aber noch relativ viele Kinder aus Orten, in denen es ein Freibad und eine Grundschule gibt, schwimmen können", sagt Vanin.

"In diesem Jahr haben wir fünf Schwimmkurse mit 75 Kindern gemacht. Von ihnen haben bisher 35 das Seepferdchen-Abzeichen erworben und sechs sogar das Jugendschwimmabzeichen in Bronze geschafft", berichtet Vanin. Dank eines Förderprogramms der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft habe es in diesem Sommer zusätzlich drei Lehrgänge für die Hänigser Grundschule angeboten. Da hätten 35 Grundschüler genutzt, sagt Vanin.

Nach seinen Worten versuchen die Kursleiter zunächst den Kleinen die Angst vorm Wasser zu nehmen. Anfangs gingen die Jungen und Mädchen mit sogenannten Schwimmnudeln ins Nichtschwimmerbecken. Wenn sie damit die ersten Schwimmbewegungen machen könnten, wechselten sie ins Schwimmerbecken. Nach Möglichkeit sollen die Jungen und Mädchen bis zum Lehrgangsende die Seepferdchen-Prüfung ablegen. "Die es geschafft haben, bereiten wir auf die weiteren Prüfungen vor", erzählt Vanin.

An den Grundschulen in Uetze und Hänigsen hat der Schwimmunterricht einen hohen Stellenwert. "Sobald es das Wetter zulässt, stellen wir den Stundenplan um, um mit den Kindern in unser schönes Schwimmbad zu gehen", berichtet die Hänigser Rektorin Kerstin Ackermann. Der Schwimmunterricht orientiere sich an den Fähigkeiten, die die Schüler mitbringen.

"Wir geben uns alle Mühe, dass unsere Schüler am Ende der Grundschulzeit schwimmen können", sagt Uetzes Schulleiterin Schulz. Im zweiten Halbjahr der vierten Klasse sei Schwimmunterricht in der Uetzer Grundschule einschließlich der Außenstelle in Eltze ein Schwerpunkt. "Die Gemeinde bezahlt uns von Februar bis zum Saisonstart im Uetzer Freibad Fahrten zum Lehrschwimmbecken in Edemissen", erzählt ihre Hänigser Kollegin Ackermann. Allerdings sei in dem Bus nicht für alle Viertklässler Platz. Die Jungen und Mädchen, die nicht mit nach Edemissen fahren könnten, hätten nach der Saisoneröffnung im Uetzer Freibad Schwimmunterricht.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

doc6x3g0o28q2h1eruxd7o5
Fuhsepark zeigt sich in seinem Herbstkleid

Fotostrecke Uetze: Fuhsepark zeigt sich in seinem Herbstkleid