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Mühlenstraße: Ingenieure müssen neu planen

Uetze Mühlenstraße: Ingenieure müssen neu planen

Keinen leichten Stand haben die Planer Lutz Wackermann und Marie-Louise Röscher in der Sitzung des Uetzer Ortsrats gehabt. Anwohner ließen kein gutes Haar am Entwurf für den Ausbau der Mühlenstraße, den die Ingenieure vorstellten. Der Ortsrat forderte sie deshalb auf, neue Pläne auszuarbeiten.

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Die Planer wollen auf der Südseite (links) der Mühlenstraße eine Versickerungsmulde mit einer Rigole anlegen.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Geplant ist, die noch mit Kopfsteinen gepflasterte Mühlenstraße vom Thielenplatz bis zum Platz vor der Mühle Amme zu erneuern. Bislang sieht der Entwurf Röschers und Wackermanns vor, die Fahrbahn in einer Breite von 4,25 Metern zu asphaltieren und nur die Kreuzung Mühlen-/Osterstraße und den Platz vor der Mühle zu pflastern. Der Gehweg auf der Nordseite soll in einer Breite von 2,50 Meter befestigt werden und überfahrbar sein.

Des Weiteren soll auf der Südseite eine Mulde mit einer Rigole zur Entwässerung der Straße angelegt werden. "Die Rigole liegt wie eine Drainage unter der Mulde", erläuterte Wackermann. Der Untergrund sei für die Versickerung des Regenwassers geeignet. Das Mulden-Rigolen-System ist nach Wackermanns Worten sehr viel preiswerter, als einen Regenwasserkanal in der Mühlenstraße anzulegen.

Ansonsten sah der Entwurf vor, dass einzelne Parkplätze und befestigte Grundstückszufahrten die Versickerungsmulde unterbrechen. Auf den Parkplatzflächen soll demnach das Basaltpflaster verlegt werden.

Doch die Anwohner ließen kaum ein gutes Haar an dem Entwurf. Nach Ansicht der Anwohnerin Brigitte Reddersen ist die geplante Fahrbahn zu schmal. "Wir haben landwirtschaftliche Fahrzeuge und Busverkehr auf der Straße", gab sie zu bedenken. Schon jetzt werde es auf der rund sechs Meter breiten Fahrbahn bei Begegnungsverkehr eng, pflichtete ihr Landwirt Henning Schumacher bei.

"Die Rigole funktioniert nicht. Dann steht wieder die ganze Straße unter Wasser", befürchtete der Garten- und Landschaftsbauer Eyyup Demir. "Die Rigole ist unser Problem", sagte Anwohnerin Cordula Schumacher. Die Versickerungsmulde müsse gemäht werden und werde vermutlich ständig verschmutzt sein. "Wenn wir eine Rigole bekommen, können wir auch unsere Sandwege behalten", fügte Anliegerin Andrea Wencke hinzu.

Nach Demirs Meinung werden die geplanten vier Parkplätze zwischen Thielenplatz und Osterstraße nicht ausreichen: "Jetzt stehen da mindestens immer zehn Autos". Ähnlich sah es der Unternehmer Dirk Klein: Die Kunden der Gewerbebetriebe am Thielenplatz parkten auf der Mühlenstraße.

Der Ortsrat verlangte, dass die Planer Alternativvorschläge ausarbeiten und dabei die Bedenken der Anwohner berücksichtigen sollen.

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Aufmerksam hören die Besucher der Ortsratssitzung den Ausführungen der Planer zum Entwurf für den Ausbau der Mühlenstraße zu.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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