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Piloten drehen sich wie Diskuswerfer

Uetze Piloten drehen sich wie Diskuswerfer

Am Wochenende geben sich auf dem Flugplatz der Modellfluggruppe (MFG) Uetze Piloten der internationalen Spitzenklasse ein Stelldichein. Die Bundeskommission Modellflug des Deutschen Aero Clubs richtet dort am Sonnabend, 17. Juni, und am Sonntag, 18. Juli, einen Weltcupwettbewerb aus.

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Henri Sander von der MFG Uetze zählt zum Favoritenkreis beim Weltcup-Wettbewerb.

Quelle: privat

Uetze. Die Modellfluggruppe Uetze ist bereits zum dritten Mal auf ihrem Gelände Gastgeber einer Weltcup-Konkurrenz in der Disziplin RC-Discus-Launch Gliding, die in Modellflugkreisen unter dem Kürzel F3K bekannt ist. Der Wettbewerb ist zugleich auch die internationale deutsche Meisterschaft in dieser Disziplin.

Die Organisatoren erwarten fast 60 Piloten aus sieben Länder. Zu den Vorrundenwettkämpfen treten sie an beiden Tagen ab 8 Uhr an. Das Finale beginnt am Sonntag in der Mittagszeit. Dann kämpfen die zwölf besten Piloten um den Sieg. Zu den Favoriten zählt der Lokalmatador Henri Sander von der MFG Uetze.

Die Einzigartigkeit dieser Wettbewerbsklasse besteht darin, dass wie in keiner anderen Modellflugdisziplin eine Kombination extremen physischen Leistungsvermögens, exzellenten fliegerischen Könnens, taktischen Geschicks und technischen Spitzenniveaus der Sportgeräte zum Erfolg führt. Die Piloten schleudern mit Drehbewegungen, die denen eines Diskus- oder Hammerwerfers ähneln, ihre rund 300 Gramm schweren ferngesteuerten Segelflugmodelle hoch in die Luft. Dabei halten sie das Flugzeug mit einer Spannweite von höchstens 1,5 Metern an der Spitze eines Tragflügels.

Nach etwa anderthalb Umdrehungen lassen sie den Segelflieger mit mehr als 100 Stundenkilometern aus der Hand. Das Modellflugzeug steigt mit diesem Schwung mehr als 60 Meter hoch. Nun muss der Pilot mit ruhiger Hand das Modell mit der Fernbedienung steuern. Für die Flüge sind verschiedene Aufgaben vorgegeben, die der Pilot bewältigen muss. Innerhalb eines Durchgangs muss er sein Flugzeug innerhalb von zehn Minuten bis zu fünfmal starten.

Von Friedrich-Wilhem Schiller

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