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Beu: "Das ist eine Deponie"

Uetze Beu: "Das ist eine Deponie"

Der Konzern K+S will bis Ende 2107 die Genehmigung für die Rekultivierung des Wathlinger Kaliberg bekommen. Während einer Informationsveranstaltung in Wathlingen kritisierte Georg Beu, Vorsitzender der Bürgerinitiative Umwelt Uetze, die geplante Abdeckung mit Bauschutt und Bodenaushub heftig.

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Der Wathlinger Kaliberg mit Rückständen des stilllgelegten Hänigser und Wathlinger Bergwerks Niedersachsen-Riedel ist 86 Meter hoch.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Hänigsen/Wathlingen. Eine Brechanlage soll den angelieferten Bauschutt zerkleinern. Den werde dann K+S als Drainage in die Abdeckung einbauen, kündigte Projektleiter Gerold Jahn an. Darüber komme belasteter Bodenaushub, der den Einbau einer Drainage und eine Abdichtung aus Ton erfordere. "Was wir annehmen, ist kein gefährlicher Abfall", betonte Jahn. Den Einbau von Bauschutt aus Kernkraftwerken schloss er aus.

Als obere Schicht der Abdeckung ist laut Jahn Bodenaushub der Qualitätsstufe Z0 vorgesehen. "Das ist quasi unbelastetes Material", sagte er. Insgesamt benötige K+S zwölf bis 14 Millionen Tonnen Abdeckmaterial.

Falls das Unternehmen Ende 2017 die Genehmigung vorliegen hat, will es 2018 den Recyclingplatz für den Bauschutt bauen. Dann könne man von 2019 bis etwa 2040 die Halde rekultivieren, kündigte Jahn an.

"Ich vermisse Alternativen", entgegnete Beu, der auch Grünen-Fraktionschef im Uetzer Rat ist. In Katalonien müssten die Rückstandshalden zu Kochsalz aufbereitet werden. Eine andere Möglichkeit sei, die Rückstände des stillgelegten Hänigser und Wathlinger Bergwerks Niedersachsen-Riedel zu verflüssigen und wieder in die Grube zu pumpen. "Der Spülversatz und die Aufbereitung sind die einzigen nachhaltigen Lösungen", sagte Beu. In seinen Augen plant K+S nichts anderes als "eine Deponie auf einer Deponie".

Das Thema Anlieferverkehr ist besonders für Hänigsen bedeutsam. Nach Jahns Worten werden rund 100 Lastwagen pro Arbeitstag das Material anliefern. "Das sind etwa 200 Fahrzeugbewegungen am Tag", stellte er fest. Etwa die Hälfte der Lastwagen werde durch Hänigsen fahren.

Zur Lösung des Verkehrsproblems gebe es viele Vorschlägen für den Neubau und die Verlegung von Straßen, berichtete Jahn. Nach Ansicht der Obershagenerin Katja Beneke darf der Röhndamm auf keinen Fall geradeaus bis zur Landstraße Hänigsen-Wathlingen verlängert werden: "Die neue Straße würde direkt über unseren Hof führen. Dann wäre unsere Existenz betroffen."

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Georg Beu (stehend) kritisiert während der Informationsveranstaltung die Pläne für die Abdeckung des Wahtlinger Kalibergs.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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