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Auf Schlaglochpiste zum Bahnhof Otze

Hänigsen/Weferlingsen Auf Schlaglochpiste zum Bahnhof Otze

Wer die Verbindungsstraße zwischen Hänigsen und Weferlingsen mit dem Auto benutzt, muss ab der Gemeindegrenze aufpassen, dass er nicht in ein Schlagloch gerät. Denn auf der Burgdorfer Seite wird die Hänigser Straße seit Jahren nicht repariert.

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Die Schlaglöcher im Seitenrand der Hänigser Straße sind nicht zu übersehen.

Quelle: Köhler

Uetze. Die Hänigser Straße ist zwar mit den deutlichen Hinweisen „Maximal Tempo 50 fahren“ und „Straßenschäden“ versehen, doch kommen sich auf der schmalen Fahrbahn zwei etwas breitere Fahrzeuge entgegen, wird es eng: Der Seitenstreifen kann wegen tiefer Schlaglöcher nicht befahren werden. Dabei werde die Straße durchaus rege genutzt, sagt Hänigsens Ortsbürgermeister Norbert Vanin. „Von Hänigsern, Wathlingern und Pendlern aus dem Bereich Gifhorn: Es ist der kurze Weg zum Bahnhof Otze.“

Er verstehe nicht, warum die Stadt Burgdorf kein Interesse daran habe, die Straße zu sanieren: „Jedes Mal, wenn wir Sanierungsarbeiten an der Hänigser Straße durchgeführt haben, haben wir auch Kontakt zur Stadt Burgdorf aufgenommen und gefragt, ob sie sich nicht beteiligen will.“ Zum letzten Mal sei das geschehen, als auf Uetzer Gebiet Randsteine gesetzt wurden. „Damit auch breitere Fahrzeuge aneinander vorbeifahren können.“ Laut Vanin hat die Stadt sinngemäß geantwortet, dass es ihr reiche, die Schlaglöcher aufzufüllen.

Über eine konkrete Sanierung der Hänigser Straße sei mit der Gemeinde Uetze nicht gesprochen worden, deshalb habe auch eine diesbezügliche Zusammenarbeit nicht zur Diskussion gestanden, kommentiert Stadtsprecherin Eva-Maria Dobriloff Vanins Angabe.

Sie bestätigt aber, dass die Strecke als kurzer Weg zum Otzer Bahnhof und als Ausweichstrecke genutzt werde. Grund für den schlechten Zustand seien vor allem landwirtschaftliche Fahrzeuge mit höheren Achslasten. „Aufgrund der geringen Fahrbahnbreite von circa vier Metern werden bei Begegnungsverkehr die Seitenräume genutzt und bei nasser Witterung zerfahren. Der Betrieb und die Unterhaltung dieses im Grunde genommen öffentlichen Feldwegs stellen den städtischen Bauhof daher zunehmend vor Probleme. Die Aufwendungen durch den Bauhof betrugen in den vergangenen Jahren durchschnittlich 4500 Euro“, macht die Stadtsprecherin das Problem deutlich.

Eine Messung im Februar dieses Jahres habe ergeben, dass „täglich nur bis zu 757 Fahrzeuge die Verbindungsstraße nutzen“. Der hohe Unterhaltungsaufwand bei gleichzeitig untergeordneten Bedeutung machten aus Sicht der Verwaltung eine grundsätzliche Entscheidung erforderlich. Die Verwaltung arbeite dafür eine Vorlage, über die im nächsten Jahr Burgdorfs Politiker abstimmen sollen. „Der Ausbau beziehungsweise die Sanierung der Hänigser Straße steht derzeit auf der Prioritätenliste nicht ganz oben, dämpft Bürgermeister Alfred Baxmann allzu große Hoffnungen aus Hänigsen.

Die Wünsche der Anlieger

Bei allem Verständnis für den Wunsch nach einer schlaglochfreien Straße dürfen laut Burgdorfs Stadtsprecherin Eva Dobriloff die Interessen der Anlieger der Hänigser Straße nicht vergessen werden. „Bei einer Verbreiterung der Straße ist zum Beispiel damit zu rechnen, dass höhere Geschwindigkeiten gefahren werden und sich die Verkehrsbelastung weiter erhöht“, sagt sie. Von den Anliegern auf Weferlingser Seite sei bereits zu Beginn des vergangenen Jahrzehnts eine Verkehrsberuhigung gefordert und im Eingangsbereich des Orts auch durch den Einbau einer Schwelle umgesetzt worden.

Von Sandra Köhler

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