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Boden auf früheren Bahndamm ist vergiftet

Uetze Boden auf früheren Bahndamm ist vergiftet

Ein Umweltdelikt erzürnt den Dedenhausener Jagdpächter und früheren Uetzer Bürgermeister Reinhard Brandes: Auf dem früheren Bahndamm, der zur ehemaligen Raffinerie Sengewald führte, hat offenbar jemand auf rund 100 Metern Länge den Boden vergiftet.

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Reinhard Brandes schaut sich einen toten Weißdorn an.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Dedenhausen. Das Gras auf dem Bahndamm ist ganz braun. Büsche und Baume, die den Bahndamm säumen, sind ebenfalls abgestorben. Reinhard Brandes hat per Zufall in den Büschen zwei tote Junghasen gefunden. "Vermutlich haben sie das Gras gefressen, als es schon vergiftet, aber noch grün war", sagt der Dedenhausener. Eventuell seien noch mehr Hasen verendet.

Er vermutet, dass jemand eine flüssige Chemikalie illegal entsorgt hat. Sie sei auf dem sandigen Untergrund versickert und habe sich dann im Erdreich ausgebreitet, sodass sogar die etwas erhöht stehenden Akazien Schaden genommen hätten. "Sie waren vor Kurzem noch grün. Was ist passiert?" fragt Brandes.

Die abgestorbenen Bäume hatten auch einen Landwirt, der nicht namentlich genannt werden will, auf den Umweltschaden aufmerksam gemacht. "Beregnungsbrunnen sind in der Nähe", sagt er. Er befürchtet, dass das Gift über das Grundwasser in die Brunnen gelangen könnte. Außerdem liege das Wasserwerk Wehnsen nicht sehr weit entfernt, gibt der Landwirt zu bedenken.

Wie Brandes hat auch er den Uetzer Umweltsachbearbeiter Peter Schillhofer verständigt. Nach Auskunft des Uetzer Rathaussprechers Andreas Fitz hat sich Schillhofer sofort an Ort und Stelle ein Bild von den Schäden gemacht, diese fotografiert sowie die Naturschutz- und die Wasserschutzbehörde bei der Region Hannover in Kenntnis gesetzt.

"Aufgrund der übersandten Fotos konnten die Mitarbeiter des Fachbereichs Umwelt der Region Hannover relativ eindeutig ausmachen, dass vor Ort Unkrautbekämpfungsmittel, sogenannte Herbizide, zum Einsatz gekommen sind", berichtet Regionssprecherin Carmen Pförtner. Weil die Landwirtschaftskammer Verstöße gegen das Pflanzenschutzgesetz ahnde, habe der Fachbereich Umwelt den Vorfall dorthin weitergeleitet. Die Landwirtschaftkammer verfolgt den Fall nach den Worten einer Mitarbeiterin jetzt weiter. Mehr könne sie noch nicht sagen.

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Auf dem ehemaligen Bahndamm ist auf rund 100 Metern Länge das Gras abgestorben.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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