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Flüchtlingsbetreuer fordern mehr Übersetzer

Uetze Flüchtlingsbetreuer fordern mehr Übersetzer

Bei der Integration von Flüchtlingen muss ein besonderes Augenmerk auf Frauen, Jugendlichen und jungen Erwachsenen liegen. Das ist ein Ergebnis der Tagung "Geflüchtete im ländlichen Raum" im Uetzer Rathaus für ehren- und hauptamtliche Flüchtlingsbetreuer aus der Leader-Region Aller-Fuhse-Aue.

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Claudia Ruhs (links) vom Verein Landungsbrücke und pro-regio-Geschäftsführerin Yvonne Salewski stehen für den Kurzfilm über die Tagung Rede und Antwort.

Quelle: Jens-Christian Schulze

Uetze. Damit Jugendliche und junge Erwachsene nicht zu einer Problemgruppe würden, müsse man ihnen den Weg in die Arbeitswelt ebnen, sagt Cornelia Günther, die die  Tagung mit vorbereitet hat. Zum Beispiel müsse man Unternehmen über Fördermöglichkeiten für die Beschäftigung von Flüchtlingen informieren. Günther weist darauf hin, dass es bereits Ansätze gibt. So kümmert sich der Verein Landungsbrücke um den genannten Personenkreis. Beim neuen Projekt Kausa des Vereins pro regio geht es darum, junge Migranten in eine Berufsausbildung zu bringen.

"Die Integration der Frauen scheitert häufig an der fehlenden Kinderbetreuung", berichtet Günther. Wichtig sei, dass die Frauen Deutsch lernten. "Wir brauchen mehr Übersetzer", lautet eine Forderung der rund 70 Tagungsteilnehmer. Übersetzer seien zum Beispiel bei Behördengängen und beim Ausfüllen von Formularen hilfreich.

"Auch das Thema Mobilität ist sehr wichtig", sagt die Uetzer Erste Gemeinderätin Ursula Tesch. Das Fahrrad sei für Flüchtlinge ein wichtiges Fortbewegungsmittel, weil sie kein Auto hätten. Daher müssten die Fahrradwerkstätten ausgebaut werden, fügt Tesch hinzu. Angebote wie die Fahrradwerkstätten und die Tafel müssten allen  offen stehen, betont Günther: "Da darf man keinen Unterschied zwischen Migranten und sozial Schwachen machen."

Mehr Schulungsangebote für Ehrenamtliche war Günther zufolge ebenfalls ein Wunsch der Teilnehmer. Geplant sind ab September Integrationslotsenkurse in Hänigsen, Wienhausen und Nienhagen.

Die Ergebnisse der Tagung werden schriftlich dokumentiert. Außerdem wird es einen Kurzfilm über die Tagung geben. Auf dieser Grundlage sollen die politischen Gremien über die Handlungsempfehlungen beraten.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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