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Autofahrer bremst Sanitäter aus

Dreister Vorfall Autofahrer bremst Sanitäter aus

Die Polizei sucht Zeugen eines ungewöhnlichen dreisten Vorfalls: Auf dem Weg zu einem Verkehrsunfall wurde ein Rettungswagen am Montag von 11.40 bis 11.50 Uhr von einem Autofahrer behindert. Er hatte den Rettungswagen überholt und anschließend ausgebremst - weil dieser seiner Ansicht nach zu schnell gefahren sei.

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Quelle: Kris Finn (Archiv)

Dollbergen. Der Wagen, der dem Rettungswagen ab Uetze, wo dieser das Auto überholt hatte, gefolgt war, überholte nun seinerseits den mit Blaulicht fahrenden RTW zwischen Schwüblingsen und Dollbergen und verlangsamte danach sein Tempo. Die Sanitäter mussten abbremsen, da sie das Auto wegen des Gegenverkehrs nicht überholen konnten.

Damit nicht genug: Als das Rettungsfahrzeug am Unfallort in Dollbergen eintraf, warteten die beiden Insassen des Autos und hinderten den 38-jährigen Fahrer daran, den Verletzten – einen 66-jähriger Radfahrer, der bei der Kollision mit einem Rollerfahrer eine Kopfverletzung erlitten hatte – zu versorgen. Der Mann und die Frau warfen dem 38-Jährigen vor, nicht das Recht zu haben, so schnell zu fahren. Der Fahrer des RTW verbat sich die Behinderung und machte dem Paar das Angebot, später in Gegenwart der Polizei das Problem zu klären. Daraufhin stieg das Paar in sein Auto und fuhr davon.

Zum Glück sei solch ein unverschämtes Verhalten die Ausnahme, sagt ein Kollege des 38-jährigen Sanitäters, der am Dienstag nicht zu erreichen war. „Das ist grobe Behinderung und geht gar nicht“, sagt der DRK-Mitarbeiter, der selbst auch Einsätze fährt. Eine Einsatzfahrt sei so schon gefährlich genug – auch ohne Behinderung.

Die Polizei ermittelt gegen den Fahrer des Autos – das amtliche Kennzeichen ist bekannt – wegen Nötigung im Straßenverkehr. Laut Polizei kann das mit einer Geldstrafe geahndet werden. Zeugen, die beispielsweise das Überholmanöver auf der Straße zwischen Schwüblingsen und Dollbergen beobachtet haben, werden gebeten, sich unter Telefon (05173) 6267 zu melden.

Anette Wulf-Dettmer

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