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Backeberg zieht Entwurf über Gebührenordnung zurück

Uetze Backeberg zieht Entwurf über Gebührenordnung zurück

Die Debatte über eine neue Gebührenordnung hat in der jüngsten Ratssitzung eine unerwartete Wende genommen. Die Vereine müssen vorerst nicht mehr für die Raumnutzung in den Dorfgemeinschaftshäusern bezahlen.

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Die alte Schule Schwüblingsen ist eines der Dorfgemeinschaftshäuser in der Gemeinde Uetze.

Quelle: Schiller

Uetze. Bürgermeister Werner Backeberg zog seinen Entwurf für neue Nutzungsentgelte zurück.

Er hatte vorgeschlagen, dass die Nutzer künftig die Kosten für Strom, Heizung und Wasser in voller Höhe tragen sollen. Bisher zahlen Vereine, die Räume fest gemietet haben, 25 Prozent dieser Betriebskosten. Gruppen, die sich unregelmäßig in den Dorfgemeinschaftshäusern treffen, müssen nichts bezahlen.

Sie sollten künftig eine Pauschale entrichten. Streit hatte es aber vor allem darüber gegeben, dass die Mieter 100 Prozent der Kosten für Strom, Heizung und Wasser übernehmen sollten.

Die Gefahr, dass die Nutzer das Geld für die Betriebskosten nicht aufbringen könnten, bestehe nicht, sagte Ernstfried Langer (SPD). Das hätten Gespräche mit den Vereinen gezeigt.

„Es geht um insgesamt 9000 Euro. Die werden den Haushalt nicht retten“, entgegnete Dirk Rentz (CDU). Mit dem Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Dollbergen-Schwüblingsen, die einen Raum in der alten Schwüblingser Schule nutzt, habe bisher keiner über die neuen Gebühren gesprochen. Gegen eine Erhöhung sprach sich auch Dina de Haas (Grüne) aus: „Das wäre kein gutes Signal.“

Nach Backebergs Worten ist unstrittig, dass sich die Vereine an den Bewirtschaftungskosten beteiligen sollen. Deshalb habe er im Finanzausschuss angeboten, nicht 100 Prozent, sondern einen niedrigeren Prozentsatz zu verlangen, sagte der Bürgermeister. Aber darauf sei niemand eingegangen.

Rentz empfahl daraufhin, noch einmal mit allen Nutzern darüber zu sprechen, was sie leisten können. „Das greife ich gern auf“, sagte Backeberg und zog den Entwurf für die neue Gebührenordnung zurück.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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