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Behelfsschule soll Denkmal werden

Dollbergen Behelfsschule soll Denkmal werden

Die Region Hannover und das Landesamt für Denkmalpflege wollen die frühere Behelfsschule aus dem Jahr 1950 in die Liste der Baudenkmäler aufnehmen. Doch dafür fehlt bislang das Einverständnis der Gemeinde Uetze.

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Die Behelfs- oder auch Holzschule aus dem
Jahr 1950 wird im Dorf Blaues Haus genannt.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Bevor der Verwaltungsausschuss der Kommune sein Okay gibt, will er sich nach Auskunft des Bürgermeisters Werner Backeberg die Bausubstanz des Holzgebäudes anschauen. Außerdem will der Ausschuss die Entwicklung des Flüchtlingsstroms abwarten. Im nächsten Jahr soll die frühere Behelfsschule, die früher im Dorf Holzschule hieß und heute Blaues Haus genannt wird, als Notunterkunft für Flüchtlinge dienen.

Der Verwaltungsausschuss hat auch aus einem weiteren Grund eine Entscheidung vertagt. Er will dem Nutzungskonzept nicht vorgreifen, das für den gesamten Bereich mit Blauem Haus, Kindergarten Wichtelhaus, altem Feuerwehrhaus, dem ehemaligen Schützenheim und dem Siedlerheim aufgestellt werden soll.

Die meisten anderen Behelfsschulen, die nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurden, um die Flüchtlingskinder unterrichten zu können, wurden im Laufe der Zeit wieder abgerissen. In der Region Hannover gibt es nur noch die in Dollbergen. Nach Auskunft des Regionssprechers Klaus Abelmann erfüllt sie die Voraussetzungen für ein Baudenkmal: „Sie ist ein Unikat, ein Zeugnis der Ortsgeschichte mit einem hohen Identifikationswert für die Dorfgemeinschaft.“ Abelmann macht darauf aufmerksam, dass es mit dem Heimatverein einen potenziellen Nutzer gibt. „Wir haben Interesse daran, das Gebäude zu übernehmen, um endlich eine dauerhafte Bleibe zu bekommen“, bestätigt der Vorsitzende Henning Rase. In der früheren Behelfsschule könne der Verein seine Unterlagen trocken lagern. Die ehemalige kleine Lehrerwohnung im Dachgeschoss biete sich als Archiv an. Laut Rase sind die Materialien des Heimatvereins derzeit auf mehrere private Gebäude verteilt, nachdem der Heimatverein zunächst die einstige Obdachlosenunterkunft am Pappelweg und kürzlich das alte Feuerwehrhaus habe räumen müssen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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