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Wenn Drachen auf Kühe treffen

Obershagen Wenn Drachen auf Kühe treffen

Beim Hoffest in Obershagen will der Nachwuchs gleich zweierlei: Zum einen locken die Kühe von Bauer Burghard Homann und seinem Schwager Dirk Sander sehen. Zum anderen wollen die Kinder - und oft auch die Eltern - testen, wie gut ihr Drache fliegt.

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Irina Bühring will mit ihrer vier Jahre alten Tochter Maria einen Drachen steigen lassen.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Obershagen. „Lennard, lauf los und halt die Schnur gut fest“, ruft Sven Herbing aus Gifhorn-Gamsen beim Hof- und Drachenfest des Milch-Hofs Osterwiese und des TSV Friesen Hänigsen seinem fünf Jahre altem Sohn zu. Wenig später flattert Lennards selbst gebastelter Drachen im Wind.

Obwohl das Wetter zum Drachensteigen nicht ideal war, erwies sich das Fest als Publikumsmagnet. „Die Ankündigung hing bei uns im Kindergarten aus“, berichtete Herbing. „Das Hoffest ist ein schönes Ziel für einen Familiensonntagsausflug“, sagte Sven Arlet, der ebenfalls in Gamsen wohnt.

Am Stand des Drachenclubs Hannover konnten Kinder selber Drachen bauen. Die Vereinmitglieder ließen riesige Drachen steigen. „Normalerweise kann man die Schnur an einem Erdanker festbinden und muss sich um nichts weiter kümmern“, sagte Bruno Hecht. Aber wenn kaum Wind wehe, müsse man die Leine in der Hand behalten, um nachsteuern zu können.

Stolz war der zwei Jahre alte Theo, als er für kurze Zeit die Schnur eines Großdrachens halten durfte. „Wir sind wegen der Kühe gekommen. Der Kleine findet die Tiere ganz toll“, berichtete Theos Mutter Nancy Gummelt. Auch für die fünfjährige Pia waren die Kühe der alleinige Grund für den Besuch: „Ich will sie mir angucken und sie streicheln.“

„Als Direktvermarkter müssen wir Öffentlichkeitsarbeit machen“, sagte Burghard Homann, der mit seinem Schwager Dirk Sander den Milch-Hof betreibt. Die gemeinsame Veranstaltung mit dem TSV Friesen biete die Möglichkeit, einem breiten Publikum die Milchproduktion des Betriebs zu zeigen.

Bei Führungen erfuhren die Besucher, dass der Milch-Hof ein Familien Betrieb von Homann und seines Schwagers Dirk Sander ist. „Wir bewirtschaften 180 bis 190 Hektar Land“, berichtete Homann. Die Hälfte sei Grünland. Auf den Äckern werde großteils Mais als Futter für die Tiere angebaut.

Die Zahl der Kühe liege bei 150 und schwanke immer etwas. „Sie liefern 1,4 Millionen Liter Milch pro Jahr. 300 000 Liter vermarkten wir direkt“, erzählte der Landwirt. Im Sommer seien die Kühe fast nur auf der Weide und kämen nur zum Fressen in den Stall.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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