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Hänigserin im Internet abgezockt

Hänigsen Hänigserin im Internet abgezockt

Eine Frau aus Hänigsen ist Opfer einer weit verbreiteten Betrugsmasche im Internet geworden. Kriminelle hatten den Facebook-Zugang einer Freundin manipuliert, sich Zugang zu ihren Mobilfunkdaten verschafft und über diese Internetkäufe getätigt, die Bezahldienste dann der Frau in Rechnung stellten.

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Betrüger manipulieren Facebook-Accounts, um an Handydaten anderer Nutzer zu kommen, mit deren Hilfe sie dann Internetkäufe tätigen.

Quelle: Joachim Dege

Hänigsen. Der Vorgang, der sich bereits am vergangenen Wochenende zutrug, liegt jetzt auf dem Tisch von Ermittler Carsten Schwarz in der Polizeistation in Uetze. Mit ähnlich gelagerten Fällen hatte Schwarz im vergangenen Jahr schon zweimal zu tun. "Das ist eine fiese Masche. Da wird man nicht viel machen können", sagte der Beamte aus Erfahrung.

Die Betrugsmasche funktioniert so: Kriminelle hacken einen Facebook-Account oder kopieren diesen täuschend echt. Via Privatnachricht schreiben sie dann alle Freunde des Profils an mit der Bitte um die Handynummer. Wer sie gibt in der Annahme, er teile sie einem Freund mit, ist in der Falle.

So war es auch bei einer 39-Jährigen Facebook-Userin aus Hänigsen. Deren 35-jährige Freundin dachte an nichts Böses und gab in ihrer Antwort an den falschen Account ihre Handynummer bekannt. Mit dieser kauften die Betrüger dann im Internet ein. Die Bestätigungscodes für diese Einkäufe bekam die 35-Jährige wenig später per SMS zugeschickt. Daraufhin meldeten sich die Betrüger erneut mit einer Privatnachricht und der Bitte, die Codes weiterzuleiten. Als das geschehen war, war der Kauf unumkehrbar abgeschlossen.

Erst als der Frau die ungewöhnlich hohe Telefonrechnung ins Haus flatterte, bemerkte sie den Betrug und zeigte diesen bei der Polizei an. Laut Ermittler Schwarz beträgt der Schaden 210 Euro. Darauf werde die Frau vermutlich sitzen bleiben. denn die von den Betrügern bemühten Bezahldienste hätten ihren Sitz für gewöhnlich im Ausland, sodass kaum ein Herankommen sei an die Daten derer, die die Käufe tatsächlich getätigt hätten.

Laut Schwarz kann es jedem passieren, dass sein Account bei Facebook manipuliert werde. Unter keinen Umständen aber dürfe man per SMS zugesandte Codes weiterleiten. Auch nicht an Freunde. Eine andere Methode sich zu schützen sei, bei seinem Mobilfunkanbieter kostenfrei eine sogenannte Drittanbietersperre einzurichten. Dann seien Kaufabbuchungen übers Telefon unmöglich gemacht.

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Von Redakteur Joachim Dege

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