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Hänigser Mühle sieht wieder schick aus

Uetze Hänigser Mühle sieht wieder schick aus

Eine Mühlenbaufirma aus Winsen (Luhe) hat in den vergangenen Tagen die Hänigser Bockwindmühle kosmetisch auf Vordermann gebracht. Das Baudenkmal aus dem Jahr 1704 ist ein Wahrzeichen des Ortes.

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Holger Vieth streicht einen Flügel der Hänigser Bockwindmühle mit einem Holzschutzmittel.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Hänigsen. "Wir streichen die Mühle mit einem Holzschutzmittel, damit sie in den nächsten paar Jahren wieder schick aussieht", sagte Metall- und Mühlenbauer Holger Vieth. Das Streichen sei die Hauptarbeit bei den Reparatur- und Wartungsarbeiten. Um den oberen Bereich des hölzernen Bauwerks zu erreichen und das Dach reparieren zu können, setzte die Firma einen Hubsteiger ein. Vieths Kollege Bastian Armenat wechselte Dachschindeln aus.

"Wir haben auch die Außentreppe und den Freisitz vor dem Eingang neu gemacht", berichtete Vieth. Das Holz sei morsch gewesen. Auch innen hätten er und sein Kollege Reparaturen vorgenommen. Ein dicken Balken hätten sie mit Spanneisen gesichert und den Bremsbaum ausgetauscht. Außen hätten sie das Stellrad des Sterts, mit dem der Müller früher die Mühle in den Wind drehte, wieder gängig gemacht und die lockeren Spanneisen an den Flügeln nachgezogen.

Die Geschichte der Bockwindmühle lässt sich bis in das Jahr 1704 zurückverfolgen. Damals genehmigte Herzog Georg Wilhelm von Lüneburg dem Oberförster Caspar Wissel den Bau der Mühle. Im Jahr danach befreite der Horzog Wissel von Abgaben auf die Ertäge der Mühle. Der Oberförster betrieb die Mühle nicht selbst. Er verpachtete sie. Im Laufe der Zeit wechselte mehrfach der Eigentümer.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Mühlenbetrieb dann eingestellt. Das Holzbauwerk verfiel nach und nach. Als der Celler Müller Hans Schubotz 1962 die Bockwindmühle kaufte, lag dafür bereits eine Abrissgenehmigung vor. Schubotz restaurierte das Baudenkmal und schrotete darin bis in die Neunzigerjahre einmal in der Woche. 2007/08 baute ein Investor auf dem Mühlengrundstück das Pfelgewohnstift An der Mühle.

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Bastian Armenat nutzt einen Hubsteiger, um Schindeln auf dem Dach der Bockwindmühle auszutauschen.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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