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Kaliberg: Bürger wollen Akten einsehen

Uetze Kaliberg: Bürger wollen Akten einsehen

Im nächsten Jahr wird das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) voraussichtlich das Genehmigungsverfahren für die Abdeckung des Wathlinger Kalibergs eröffnen. Die Bürgerinitiative Umwelt Uetze bereitet sich auf das Verfahren vor und hat beim Landesamt Akteneinsicht beantragt.

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Der Wathlinger Kaliberg ist die Rückstandshalde des stillgelegten Hänigser und Wathlinger Bergwerks Niedersachsen-Riedel. Er soll mit Bodenaushub und Bauschutt abgedeckt werden.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Hänigsen/Wathlingen. "Wir haben Fragen zur Grundwasserbelastung in Wathlingen", sagt der stellvertretende BI-Vorsitzende Wolfgang Tannenberg. Die Umweltschützer befürchten, dass die Rückstandshalde in Wathlingen Kontakt mit dem Grundwasser haben könnte.

Tannenberg verweist auf die Antragsunterlagen für die Wiederaufnahme der Kaliförderung im Bergwerk Siegfried Giesen bei Hildesheim. "In Giesen soll die neue Halde einen Unterbau erhalten, damit sie keinen Kontakt mit dem Grundwasser bekommt. Man geht davon aus, dass die Halde wegen ihres Gewichts zwei Meter in den Boden gedrückt wird", sagt Tannenberg. Die Halde in Giesen sei in derselben Größenordnung wie der Wathlinger Kaliberg geplant.

Die Halde in Wathlingen hat keinen Unterbau, daher befürchte der BI-Vorstand, dass der Kaliberg schon in den Boden eingesunken und bereits in Berührung mit dem Grundwasser gekommen ist. "In Wathlingen wird sich das Gewicht der Halde wegen der Abdeckung noch erheblich erhöhen," gibt Tannenberg zu bedenken.

"Wir arbeiten eng mit der Bürgerinitiative Umwelt Wathlingen zusammen", sagt er. Daher hätten an dem Gespräch, das er und der Uetzer BI-Vorsitzende Georg Beu mit dem LBEG wegen der Akteneinsicht geführt hätten, auch zwei Vertreter der Wathlinger BI teilgenommen. "Im Moment warten wir auf den Bescheid, welche Kosten auf uns für die Akteneinsicht zukommen."

Das LBEG geht nach Auskunft seines Sprechers Björn Völlmar davon aus, dass der Konzern K+S im Januar oder im Februar den Antrag stellen wird, den Wathlinger Kaliberg mit Bauschutt und Bodenaushub abdecken zu können. Dann könnte das LBEG am Ende des ersten oder am Anfang des zweiten Quartals 2017 Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange wie Behörden und Umweltverbänden einholen. In der zweiten Jahreshälfte werde das LBEG wohl die Antragsunterlagen öffentlich auslegen. Nach den Zeitvorstellungen des Amts sollen auch noch im zweiten Halbjahr die Anregungen und Einwände erörtert werden, die während der öffentlichen Auslegung eingehen.

Der Wathlinger Kaliberg ist die Rückstandshalde des 1996 stillgelegten Hänigser und Wathlinger Steinsalz- und Kalibergwerks Niedersachsen-Riedel. Die Abdeckung und die anschließende Begrünung soll das Anfallen salzhaltigen Haldenwassers verhindern. Es wird derzeit ins Bergwerk geleitet.

Die Bürgerinitiativen aus Uetze und Wathlingen fordern, die gesamte Halde wieder unter Tage zu bringen. Das hat das K+S bereits in der Vergangenheit mehrfach abgelehnt - unter anderem aus wirtschaftlichen Gründen.    

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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