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Die Bombensuche geht weiter

Uetze Die Bombensuche geht weiter

Die Dollberger Ortsfeuerwehr muss sich darauf einstellen, dass sie auch in diesem Jahr bei Bombenräumungen gefordert sein wird. Darauf hat Uetzes Bürgermeister Werner Backeberg in der Jahresversammlung der Feuerwehr hingewiesen.

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Thomas Rolle (am Rednerpult) soll auch in den nächsten Jahren die Dollberger Ortsfeuerwehr leiten.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Dollbergen. Vergangenes Jahr entschärfte der Kampfmittelbeseitigungsdienst am 17. Oktober und am 13. November in Nähe der Altölraffinerie  der Avista Oil AG Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Ein Großteil Dollbergens wurde evakuiert. Aufgabe der Feuerwehr war es, zu kontrollieren, ob alle Bewohner im Evakuierungsgebiet ihre Häuser verlassen hatten.

Laut Backeberg werden derzeit Luftbilder ausgewertet, um Hinweise auf weitere Blindgänger zu bekommen. Außerdem seien Bodenuntersuchungen geplant. "Es wäre ein Wunder, wenn es keine weiteren Funde gibt", sagte Backeberg. Während des Zweiten Weltkriegs hatten die Alliierten die vor Jahren stillgelegte Raffinerie der Gasolin AG mehrmals bombardiert.

"2016 war sicherlich ein außergewöhnliches Einsatzjahr", stellte Ortsbrandmeister Thomas Rolle fest. Für 38 Einsätze war die Ortsfeuerwehr angefordert worden. Das waren zwei mehr als 2015, als die Dollberger Feuerwehrleute für ihre Verhältnisse schon verhältnismäßig oft ausrücken mussten. Auffällig sei im Vergleich zu 2015 gewesen, dass die Feuerwehr 2016 sehr oft technische Hilfe - nämlich 32-mal - leisten musste und nur fünf Brandeinsätze hatte. Außerdem wurde sie einmal wegen einer Übung alarmiert.

Rolle geht davon aus, dass die Ortsfeuerwehr 2018 ein Löschgruppenfahrzeug LF 10 als Ersatz für ihr altes Tanklöschfahrzeug bekommen wird. Backeberg bestätigte, dass die Verwaltung den für 2018 geplanten Kauf des Autos bereits im Etat 2017 absichern will. "Ich weiß, dass der Haushalt noch nicht beschlossen ist. Daher appelliere ich an den Rat: Zieht das jetzt auch durch!" sagte Rolle. Die Anschaffung sei dringend, weil keine Aussicht bestehe, dass der Bund in absehbarer Zeit das alte Katstrophenschutzauto LF 16 Ts ersetzt, das in Dollbergen stationiert ist. "So langsam wird die Kirste wirklich alt und auch gebrechlich", beschrieb Rolle den Zustand des Fahrzeugs.

In geheimer Wahl bestätigte die Versammlung Rolle im Amt, und zwar bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme. Wiedergewählt wurde auch Gerätewart Sven Behrens. Die Ortsfeuerwehr hat derzeit 53 aktive Mitglieder. Obwohl die sogenannte Tagesverfügbarkeit in einige Orten ein Problem ist, konnte Dollbergens Feuerwehr laut Rolle im vergangenen Jahr auch vormittags und in der Mittagszeit immer in ausreichender Zahl zu den Einsätzen fahren.

Gemeindebrandmeister Tobias Jacob ernannte den stellvertretenden Ortsbrandmeister Uwe Richter zum Oberlöschmeister und Stefan Salamon zum Löschmeister. Rolle beförderte Arne Parkruhn zum Hauptfeuerwehrmann.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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