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14 Integrationslotsen weisen jetzt den Weg

Uetze 14 Integrationslotsen weisen jetzt den Weg

Bürgermeister Werner Backeberg, seine Stellvertreterin Ursula Tesch, Familienhaus-Leiterin Anne Wiechmann, VHS-Geschäftsführerin Elke Vaihinger und die Gleichstellungsbeauftragte Gitta Bührich haben am Sonnabend im Rathaus Zertifikate an die ersten 14 Integrationslotsen der Gemeinde übergeben.

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Anne Wiechmann vom Familienhaus Uetze (links), VHS-Geschäftsführerin Elke Vaihinger (3. von rechts), Bürgermeister Werner Backeberg (2. von rechts), seine Vertreterin Ursula Tesch freuen sich über die 14 frischgebackenen Integrationslotsen. Köhler

Quelle: Sandra Köhler

Uetze. Ina Bergmann, Saskia Brauns, Marion Haase, Stefanie Heidinger, Katja Imoh, Tove Knebusch, Söhnke Leßmann, Dorothee Rase, Brigitte Reddersen, Elke Schmotz, Brunhilde Tannenberg, Alexander und Hedda von Berg sowie Sabine Wita haben sich in 48 Stunden von VHS-Kursleiter Klaus-Dieter Fischer fit machen lassen auf den Feldern gesetzliche Rahmenbedingungen, Fördermöglichenkeiten und Kommunikationsmodelle, interkulturelle Kompetenz und existierende Netzwerke.

Mit voller Verwaltungsspitze sei man angetreten, um zu zeigen, "wie wichtig uns ihre Arbeit und das Thema insgesamt ist", sagte Backeberg bei der Feierstunde. Diskussionen darüber, ob Politikern mit der Schaffung von Wohnraum die Pflicht, den Ehrenamtlichen mit der Begleitung die Kür innerhalb der Flüchtlingsarbeit anstehe, halte er für Mißverständnisse schürend: "Die Integration ist die eigentliche Aufgabe."

Das sei eine Herausforderung mit vielen Facetten, für die engagierte und vor allem qualifizierte Menschen benötigt würden. Für solche Menschen sei die Gemeinde sehr dankbar und wolle sie mit dem Freiwilligenpass zur Legitimation ihrer Arbeit unterstützen. "Falls sie bei Nachbarn oder Freunden auf Widerstand stoßen, lassen sie es uns wissen. Damit wir dem gemeinsam entgegentreten können."

Ehepaar von Berg absolviert Kurs gemeinsam

"Die Arbeit ist ein Ehrenamt, aber man bekommt von den Flüchtlingen so viel zurück". Die Rechtsanwältin und Mediatorin Hedda von Berg gibt Sprachunterricht  für Erwachsene in der Stötznerschule. Sie erlebt Flüchtlinge als  herzlich und engagiert: "Man merkt, dass sie unbedingt Deutsch lernen wollen."

Den Kurs zum Integrationslotsen hat sie gemeinsam mit ihrem Mann Alexander absolviert. Der ist in der IT/Telekommunikationsbrance tätig und absolvierte die Ausbildung, weil er das Gefühl, hatte, etwas ehrenamtlich tun zu wollen. Wenn es denn passt könne er sich gut vorstellen, einen entsprechenden Internetauftritt zu betreuen.

Spannend fanden beide, mit dem Kurs Einblicke in viele Themen zu bekommen -  vom Asylverfahren bis hin zur Traumatisierung: "Das ist eine gute Basis für die Arbeit." Ganz wichtig sei auch der Austausch mit anderen Ehrenamtlichen, betont Hedda von Berg.

Die Juristin kann sich gut vorstellen, die Kooperation und Koordination zwischen haupt- und ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeitern in verschiedenen Kommunen als Mediatorin zu begleiten: "Alle wollen etwas Positives leisten, manchmal muss man nur miteinander reden." In Uetze, so sei ihr Eindruck, funktioniere das schon sehr gut.  

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Von Sandra Köhler

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