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Südlink: Netzagentur sammelt Beschwerden

Uetze Südlink: Netzagentur sammelt Beschwerden

Mit einer Reihe von Regionalkonferenzen sammelt die Bundesnetzagentur derzeit Beschwerden zur Planung der Erdkabeltrasse Südlink. Auch aus der Region Hannover nahm die Behörde Hinweise entgegen. Entschieden wurde aber noch nichts.

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Rund 300 Gäste hatten sich zur Regionalkonferenz der Bundesnetzagentur in Hannover angemeldet, um ihre Hinweise und Bedenken zur Südlink-Trasse mitzuteilen.

Quelle: Samantha Franson

Hannover. Man sei für alle Hinweise von Verbänden, Kommunen oder Bürgern offen, sagte Konferenzleiter Daniel Matz gleich zu Beginn der Tagung in Hannover-Döhren. Mit einer Einschränkungen: "Thema ist ausschließlich die Suche nach einer Trassenführung", also nach der Auswahl des besten 1000 Meter breiten Korridors von Nord nach Süd. Man werde nicht diskutieren, ob die Südlink-Trasse, die ab 2025 als Erdkabel Strom von den Offshore-Windparks der Nordsee nach Süddeutschland transportieren soll, grundsätzlich sinnvoll sei. Und es gehe auch nicht um die Führung des Kabels innerhalb einer Trasse.

Derzeit stehen mehrere dieser Trassen zur Auswahl, von denen zwei auch durch die Region Hannover verlaufen. Netzbetreiber Tennet favorisiert die östliche Variante, bei welcher die Trasse zwischen Hänigsen und dem nur einen Kilometer entfernten Ortsteil Riedel verlaufen soll. Dadurch würde eine gemeinsame Planung für die Ortsteile erschwert, da das Kabel nicht überbaut werden dürfe, argumentierte Uetzes Bürgermeister Werner Backeberg.

Auch die Region Hannover sieht noch Probleme beim östlichen Korridor, da dieser Landschafts- und Naturschutzgebiete wie das Schilfbruch, das Burgdorfer Holz und das Feuchtgrünland "Im Flethe" berühre. Außerdem seien Bereiche für Brutvögel und historische Baumalleen betroffen. Regions-Umweltdezernent Axel Priebs hält das aber nicht für unlösbare Probleme: "Durch eine entsprechende Trassenführung könnten Beeinträchtigungen dieser sensiblen und für Flora und Fauna wichtigen Bereiche weitgehend vermieden werden."

Darüber hinaus machen sich die Landwirte Sorgen. Man fordere eine unabhängige Untersuchung, inwieweit das Stromkabel den Boden erwärme und welche Auswirkungen das auf den Pflanzenwuchs haben könnte. "Wir kritisieren, dass die Landwirtschaft bei der Trassenführung keine Rolle gespielt hat", so Landvolk-Vorstand Holger Hennies.

Die Bundesnetzagentur werde nun alle Hinweise auswerten und gegebenenfalls den Netzbetreiber Tennet bitten, seine Planungen noch zu verändern, sagte Behördensprecher Olaf Peter Eul. Dann müsse die Netzagentur entscheiden, in welchem Korridor das Erdkabel verlaufen solle. Wann diese Entscheidung fallen werde, sei noch nicht klar.

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