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Der Abgeordnete Miersch hilft, wo er kann

Uetze Der Abgeordnete Miersch hilft, wo er kann

Wegen des Kommunalwahlkampfs ist der Terminkalender des Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch, der dem Bundesvorstand seiner Partei angehört, aktuell praller gefüllt als sonst. Am Sonnabendabend tauchte er bei einem Weinfest in Eltze auf und unterstützte damit die SPD-Basis im Werben um Stimmen.

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Matthias Miersch (von links) unterhält sich beim Weinfest in Eltze mit Tove Knebusch und den Flüchtlingen Gulbuddin Sultani und Mohammed Naim Adil.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Eltze. Wie zugesagt trifft Miersch pünktlich um 18 Uhr ein. Zuvor war er schon beim Sommerfest der Lehrter SPD. Das Weinfest ist für ihn die vierte Veranstaltung an diesem Tag, zu einer weiteren will er noch. Für ihn sei es eine Selbstverständlichkeit, den Sozialdemokraten im Kommunalwahlkampf zu helfen. Denn: "Bei den Bundestagswahlen konnte ich mich immer auf alle Ortsvereine in meinem Wahlkreis verlassen."

Nachdem der Eltzer SPD-Chef Rudolf Schubert Miersch, die örtliche SPD-Prominenz und die Eltzer SPD-Kandidaten vorgestellt hat, bittet die Dollberger Ortsbürgermeisterin Tove Knebusch den Abgeordenten zu sich an den Tisch. Sie hat die afghanischen Flüchtlinge Gulbuddin Sultani und Mohammad Naim Adil mitgebracht, die sie betreut.

Von Sultani, der schon relativ gut Deutsch spricht, will Miersch wissen, weshalb er aus Afghanistan geflohen ist. Die Taliban hätten fast seine ganze Familie ausgelöscht, antwortet der Flüchtling. In Afghanistan lebten nur noch ein Bruder und eine Schwester. "Alle anderen sind tot", berichtet Sultani, der in Masar-e Scharif Landschaftsbau studiert hat.

Sultani muss in Kürze zu seiner zweiten Anhörung im Rahmen des Anerkennungsverfahrens als Flüchtling. Für Knebusch stellt sich die Frage, ob ein Rechtsanwalt den Flüchtling begleiten sollte. "Ich glaube, dass es nicht notwendig ist", erwidert Miersch. Sultani könne glaubwürdig die Situation seiner Familie schildern.

Nachdem sich Miersch noch eine Weile mit Knebusch und den beiden Afghanen unterhalten hat, wechselt er den Tisch und setzt sich zu einigen älteren Dorfbewohnern. "Ist alles in Ordnung?" fragt er und erntet heftigen Widerspruch vom früheren Ortsratsmitglied Hubert Herzog. Nach der Sanierung der Bundesstraße 444 rasten Autofahrer noch schneller durch den Ort, beklagt Herzog.

Auf das Thema Verkehr wird Miersch nach eigenen Worten bei Wahlveranstaltungen häufig angesprochen. Wenn sich die Gelegenheit ergebe, erkundige er sich wiederum danach, wie die Bevölkerung die SPD wahrnehme. Dann höre er oft: "Ihr müsst mehr Profil zeigen und euch stärker von der CDU abgrenzen." Hin und wieder werde er für seine kritische Haltung zum Freihandel gelobt, berichtet Miersch. Dann sehe er sich in seiner Position bestätigt.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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