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Casting für jedermann: Wer darf im "Tatort" mitspielen?

Dollbergen Casting für jedermann: Wer darf im "Tatort" mitspielen?

Im Einkaufsmarkt von Axel Schumann hat sich am Mittwochnachmittag eine Menschenschlange vor der Tür zum Personalraum gebildet: Sie alle standen an, um sich für eine Komparsenrolle im nächsten „Tatort“ mit Wotan Wilke Möhring fotografieren zu lassen. Gedreht wird im Markt und in der Altölraffinerie. 

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Stammkundinnen des örtlichen Edeka-Marktes füllen die Bewerbungsbögen für eine Comparsenrolle im Tatort aus.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Dollbergen.  „So etwas Spannendes gibt es nicht oft in Dollbergen“, sagte Christina Elgert, als sie vom Fotografieren kam. Ähnlich sehen es Julian und Andreas: „Warum sollen wir nicht mitmachen, wenn wir schon mal die Chance haben“, sagen die beiden 16-Jährigen aus Dollbergen.

Mehr als 60 Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche – die Bewerbungsbögen mussten nachgedruckt werden – haben sich am Mittwochnachmittag für eine Statistenrolle beworben. Die Aufgabe war einfach: Der Bogen mit Fragen nach Alter, Schuh-, Konfektions- und Hutgröße, der Haar- und Augenfarbe sowie besonderen Fähigkeiten und schauspielerischer Erfahrung sowie der Verfügbarkeit an den Drehtagen war schnell ausgefüllt. Fürs Fotografieren mussten die Bewerber zwar anstehen, aber das machte jeder gern.

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Im Personalraum erwartete sie Sarah Weiß von der gleichnamigen Casting-Agentur. Sie fotografierte jeden von vorn und schräg von der Seite, fragte Brillenträger, ob sie auch ohne Brille drehen könnten, und bat sie diese dann abzunehmen. Weiß castet die Statisten im Auftrag der Produktionsfirma, die die „Tatort“-Episode „Böser Boden“ dreht.

„Die beiden Kommissare Falk und Grosz recherchieren für den Krimi in einer Dorfgemeinschaft“, sagt Weiß. „Deshalb dachten wir, dass es schön wäre, Komparsen aus dem Ort auszuwählen.“ Vom Casting war sie begeistert: „Es läuft gut, die Leute sind so nett hier.“

Benötigt werden für die Filmaufnahmen, die in Niedersachsen gedreht werden, rund 200 Komparsen. Mehr als 100 haben sich in Dollbergen beworben. Am Vormittag hatte Weiß mit ihrer Kollegin in der Altölraffinerie Avista ein Casting durchgeführt. Die Auswahl trifft sie dann in der Agentur. Ob jemand fotogen ist, sei zweitrangig. „Ich suche zwar Typen. Doch Komparse sein heißt vor allem, dass man Spaß an der Sache hat.“ Den hatten die Bewerber auf jeden Fall schon beim Casting.

Ob sie tatsächlich mitspielen, wenn in Dollbergen ermittelt wird, erfahren die Bewerber dann in einer Woche.

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