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Verein soll Eltzer Dorfladen betreiben

Uetze Verein soll Eltzer Dorfladen betreiben

Das Konzept der Ideenwerkstatt für die Eröffnung eines Dorfladens in Eltze steht. "Das soll ein kleiner Supermarkt werden, in dem man von frischen Lebensmitteln über Hygieneartikel bis zu Putzmittel alles für den täglichen Bedarf bekommen kann", sagt Ortrud Sander, Sprecherin der Ideenwerkstatt.

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Diesem Eltzer Wohnhaus ist nicht mehr anzusehen, dass sich in dem Gebäude früher einmal ein Edeka-Laden befand.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Eltze. Das Konzept gibt laut Sander nicht nur Auskunft zum möglichen Sortiment, sondern auch zur Finanzierung und zur Betriebsform. Ein wirtschaftlicher Verein soll den Dorfladen betreiben. "Der wirtschaftliche Verein ist ein genossenschaftliches Modell, an dem sich die Bürger mit dem Kauf von Anteilen beteiligen können", erläutert Sander. Ein Anteil werde 200 Euro kosten. Im Gegensatz zur klassischen Genossenschaft hänge das Stimmrecht von der Zahl der gezeichneten Anteile ab.

"Wir brauchen ein Grundkapital von 70.000 Euro", sagt Sander. Weshalb die Summe so hoch sein müsse, werde die Ideenwerkstatt auf einem Faltblatt erläutern, kündigt sie an. Das Faltblatt mit dem Konzept will die Ideenwerkstatt zusammen mit einem Fragebogen am 14. Januar im Dorf verteilen. Auf dem Fragebogenaktion sollen die Eltzer angeben, welches Warenangebot und welche Öffnungszeiten sie sich für den Dorfladen wünschen und ob dieser auch Dienstleistungen anbieten soll.

"Die Entscheidung, ob es einen Dorfladen mit Café geben soll, wird nicht einer kleinen Gruppe überlassen werden. Alle Eltzer werden befragt", stellt Sander klar. Nur wenn sich mehr als die Hälfte der Einwohner für einen Dorfladen ausspreche, verfolge die Ideenwerkstatt ihr Projekt weiter. Die Mehrheit der Eltzer müsse den Aufbau des Ladens finanziell oder mit Arbeitseinsätzen unterstützen.

Die Zustimmung der Mehrheit der Einwohner ist eine Voraussetzung dafür, dass die Gemeinde eine Machbarkeitsstudie beim Büro "mensch und region" in Auftrag gibt. "Das müssen Profis machen", sagt Sander. "Von der Machbarkeitsstudie hängt das weitere Vorgehen ab." Erfahrungen aus anderen Orten zeigten, dass von der Befragung bis zur Ladeneröffnung zweieinhalb bis drei Jahre ins Land gingen.

Treffpunkt in der Dorfmitte

"Warum ein Dorfladen in Eltze?" Das fragen die Einwohner des Ortes hin und wieder die Sprecherin der Ideenwerkstatt. "Es stimmt, in Eltze gibt es noch die Möglichkeit, sich mit Lebensmitteln zu versorgen", räumt Ortrud Sander ein. "Aber auch in unserem Dorf sind Veränderungen zu spüren", fügt sie hinzu. Geschäfte, Gaststätten und Betriebe hätten in den vergangen Jahren geschlossen.

"Eine solche Entwicklung hat Einfluss auf das Leben im Dorf", gibt Sander zu bedenken. Der Erhalt der Infrastruktur steure dazu bei, dass das Wohnen im Dorf attraktiv und lebendig bleibe. "Erfahrungen aus anderen Orten habe gezeigt, dass ein Dorfladen mit Café deutlich dazu beiträgt, die Lebensqualität und den Wert der Immobilien positiv zu beeinflussen." Ein Laden mit Café könne zu einem Treffpunkt in der Dorfmitte werden. 

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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