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Dem Eltzer SoVD droht die Auflösung

Uetze Dem Eltzer SoVD droht die Auflösung

Der Eltzer SoVD-Vorsitzende Hartmut Ebeling will sein Amt in der Hauptversammlung des Ortsverbands am Sonnabend, 12. März, niederlegen. Er übt heftige Kritik am Sozialverband Deutschland (SoVD). Sollte sich kein neuer Vorstand finden, wird wohl der Ortsverband aufgelöst.

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Hartmut Ebeling

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Eltze. Bereits im Oktober war Ebeling als Kreisrevisor zurückgetreten. Dem Kreisvorstand und den Eltzer SoVD-Mitgliedern hat er mitgeteilt, dass er nicht mehr als Ortsverbandschef zur Verfügung steht.

Ebeling kritisiert, dass langjährige Mitglieder eine Gebühr dafür entrichten müssen, wenn der SoVD für sie zum Beispiel einen Rentenbeitrag stellt. "Das kann ich meinen Mitgliedern nicht verkaufen, die zehn oder 20 Jahre lang solidarisch ihren Beitrag gezahlt haben, ohne Leistungen des SoVD empfangen zu haben. Das passt nicht zu einem Sozialverband", sagt Ebeling.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die nach seinen Worten "extreme Beitragserhöhung" zum Jahresbeginn von fünf auf sechs Euro im Monat. "Das sind 20 Prozent", rechnet der Eltzer vor. "72 Euro im Jahr sind für ein Mütterchen mit einer kleinen Rente viel Geld", gibt er zu bedenken.

"Der Bundesverband bekommt den größten Brocken davon", beanstandet Ebeling. Die eigentliche Arbeit leisteten hingegen die Kreisverbände mit ihren Beratungen.

"Die Kommerzialisierung nimmt wie in anderen Verbänden auch beim SoVD zu", bemängelt der Ortsverbandsvorsitzende außerdem. So sei der Bundesverband alleiniger Gesellschafter der meravis Wohnungsbau- und Immobilien-GmbH. Es werde nicht veröffentlicht, wohin die Gewinne der meravis fließen. "Auf Nachfrage habe ich keine befriedigende Antwort bekommen", berichtet Ebeling.

Auch mit der neuen Satzung des Landesverbands ist Ebeling nicht einverstanden. Darin steht der Satz: "Der Landesvorstand ist berechtigt, in Ausübung billigen Ermessens bei Bedarf Personen in Orts- und Kreisvorstände ohne Wahlen zu berufen." "Das ist für mich eine Aushebelung demokratischer Verbandsstrukturen", sagt der Eltzer. "Das ist nicht mehr mein SoVD. Deshalb stelle ich mich nicht wieder zur Wahl", fügt er hinzu.

Laut Ebeling wollen auch Schatzmeister Erhard Weinert und Schriftführerin Rotraud Meisel in der Hauptversammlung nicht wieder kandidieren. Auf seinen Aufruf, dass neue Vorstandsmitglieder gesucht werden, habe sich niemand bei ihm gemeldet. Wenn in der Versammlung am Sonnabend, 12. März, ab 15 Uhr im Haus der Kirche keiner Verantwortung übernehmen wolle, werde der Ortsverband wohl aufgelöst, sagt Ebeling

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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