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Den Dollbergern stinkt es gewaltig

Dollbergen Den Dollbergern stinkt es gewaltig

Dollberger Karl Wiegand, Anwohner der Bahnhofstraße, hat wortwörtlich die Nase voll: Nahe seiner Haustür ist innerhalb kurzer Zeit gleich zweimal streng riechendes Abwasser aus der Kanalisation ausgetreten und in den Garten seiner Nachbarin gelaufen.

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Grund für den Austritt des Abwassers war nach Angaben Knut Hankos, Teamleiter des Abwasserbetriebs beim Wasserverband, ein fehlerhaftes Rückschlagventil

Quelle: dpa/Symbolfoto

Uetze. Der erste Zwischenfall ereignete sich am 16. August, der zweite dann am vergangenen Montag. Obwohl der Wasserverband nach dem ersten Mal den Boden ausgetauscht habe, sterbe inzwischen ein Baum ab, berichtet Wiegand. Er fordert den Wasserverband auf, umgehend Vorkehrungen zu treffen, damit sich so etwas nicht wiederholt. „Muss das erst bei den Leuten ins Haus laufen?“, fragt er. Außerdem müsse der Verband etwas gegen die Geruchsbelästigungen aus dem Kanalnetz unternehmen, die insbesondere bei Wetterumschwüngen aufträten.

Grund für den Austritt des Abwassers war nach Angaben Knut Hankos, Teamleiter des Abwasserbetriebs beim Wasserverband, ein fehlerhaftes Rückschlagventil. Es befinde sich an der Stelle, an der die Druckrohrleitung aus Schwüblingsen im Kanal an der Bahnhofstraße ende. Eigentlich soll diese einen übermäßigen Schmutzwasserstau im Dollberger Kanalnetz und den Austritt von Gerüchen aus der Kanalisation vermeiden.

„Leider arbeitete dieses Ventil fehlerhaft. In zwei Fällen führte es zu einem Rückstau in die Hausanschlussanlage eines Grundstücks“, räumt Hanko ein. Das Schmutzwasser habe sich seinen Weg durch den Schacht an die Oberfläche gesucht. Der Wasserverband habe jedoch inzwischen das fehlerhafte Ventil ausgebaut. Der Teamleiter kündigt an, man werde auch noch - wie beim ersten Mal - auf dem betroffenen Grundstück vorsorglich den Boden austauschen.

„Wir prüfen weitere Maßnahmen, um dem Austritt von geruchsbildenden Stoffen aus dem Kanalnetz entgegenzuwirken“, sagt Hanko. Die möglichen Verfahren reichten von einer zusätzlichen Belüftung bis zur Zudosierung von Geruchsbindern. Sie könnten die Geruchsbelästigungen hemmen, die insbesondere bei warmem Wetter und geringer Durchflussmenge entstünden.

von Friedrich-Wilhelm Schiller

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Von Redakteur Sarah Dettmer

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