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Landungsbrücke sichert sich Unterstützung

Uetze Landungsbrücke sichert sich Unterstützung

Die Flüchtlingshilfe ist ein bisweilen schwieriges Geschäft. Da kann man jede Unterstützung gebrauchen. Solche hat sich jetzt der Verein Landungsbrücke bei einem Treffen mit der CDU-Bundestagsabgeordneten am Donnerstag in Uetze gesichert. Flachsbarth sagte Hilfe bei der Suche nach Fördertöpfen zu.

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Die CDU-Politikerin Maria Flachsbarth (rechts), Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, spricht mit der Landungsbrücke-Vorsitzenden Claudia Ruhs (links) und der Flüchtlingshelferin Hedda von Berg.

Quelle: Joachim Dege

Uetze. Das Treffen war seit Langem verabredet, die Terminfindung nicht ganz leicht, zumal Flachsbarth als parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mehr als nur ihren Abgeordnetenjob zu schultern hat. Allerdings hat sie gerade deshalb auch den ganz kurzen Draht nach ganz oben, was nun wiederum der Landungsbrücke zum Vorteil gereichen könnte.

In dem Gespräch mit der Christdemokratin in den Vereinsräumen an der Praklastraße schilderte Landungsbrückenvorsitzende Claudia Ruhs nicht nur die überaus erfolgreiche Arbeit: von Deutsch- und Integrationsunterricht über Patenschaften mitsamt Supervision für freiwillige Helfer bis hin zur Vermittlung von Flüchtlingen als Auszubildende in Betriebe. Ruhs kam auch darauf zu sprechen, dass keineswegs alles eitel Sonnenschein sei. So übte sie etwa Kritik an der Arbeit der Jobcenter, die Flüchtlinge ohne ausreichende Deutschkenntnisse viel zu schnell in Praktika vermittle. Weil die Sprachkenntnisse dann aber nicht ausreichten, seien am Ende Flüchtlinge und Betriebe gleichermaßen frustriert.

Ruhs mahnte zudem mehr finanzielle Unterstützung an. Etwa für die Arbeit von Dolmetschern, für die Rechtsberatung, für professionelle Supervisionsstrukturen und für Traumatherapien. Flachsbarth, die gleich auf der Startseite ihrer Politiker-Homepage ihre Positionen zur Flüchtlingspolitik veröffentlicht hat, gestand ein, dass in den Behörden gegenwärtig vieles "Learning by Doing" sei. Die Politikerin zeigte sich aber überzeugt, dass das Projekt Flüchtlingsintegration in Deutschland gelingen kann und die Gesellschaft aller Sorgen in Teilen der Bevölkerung zum Trotz daran nicht zerbrechen werde: "Wir sind ein reiches Land und eine starke Demokratie."

Ruhs und deren Mitstreitern versprach Flachsbarth in die Hand, dass sie ihnen bei der Suche nach Fördertöpfen zur Unterstützung der Arbeit assistieren wolle. "Ich bin unendlich dankbar für die Arbeit, die Sie hier machen."

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