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K+S verlängert Pachtvertrag für Kalibahn

Uetze K+S verlängert Pachtvertrag für Kalibahn

Der K+S-Konzern will sich die Option offenhalten, das Material für die geplante Kaliberg-Abdeckung in Wathlingen auf der alten Kalibahntrasse zu transportieren. Daher hat er dem Verein Kalibahn Niedersachsen-Riedel überraschend einen neuen Pachtvertrag für die Strecke Hänigsen–Wathlingen angeboten.

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Auf dem K+S-Gelände in Hänigsen-Riedel reiht sich auf dem einzigen verbliebenen Gleis Schienenfahrzeug an Schienenfahrzeug. Es sind inzwischen so viele, dass der Kalibahn-Verein ein zweites Gleis bauen will, um Platz zum Rangieren zu haben.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Hänigsen. "Der Pachtvertrag soll am 1. Januar in Kraft treten und bis Ende 2021 gelten", sagt Unternehmenssprecher Ulrich Göbel. Allerdings müsse K+S vorher noch mit den Landesforsten eine neue Vereinbarung für die Nutzung eines Teilstücks der Strecke abschließen, das den Landesforsten gehört. „Der Abschluss eines neuen Gestattungsvertrags wurde von K+S bereits beim zuständigen Forstamt Fuhrberg beantragt", berichtet Göbel.

Für die neue Entwicklung nennt Göbel zwei Gründe. Für das Planfeststellungsverfahren für die Abdeckung des Wathlinger Kalibergs wolle K+S sich alle denkbaren Varianten für die Anlieferung des dafür erforderlichen Materials offenhalten. Eine dieser Varianten ist, den Streckenteil Ehlershausen–Wathlingen für den Transport zu nutzen. K+S hofft, bis Ende 2017 die Genehmigung für die Rekultivierung des Kalibergs zu erhalten.

„Andererseits möchte K+S dem Kalibahnverein entgegenkommen, um ihm – auch über das Planfeststellungsverfahren hinaus – den erforderlichen Nachhaltigkeitsnachweis für die Erlangung von Fördermitteln zu ermöglichen", sagt Göbel. Deshalb solle der neue Pachtvertrag bis 2021 gelten.

2015 hatte K+S den Pachtvertrag für die Kalibahnstrecke bis Ende 2016 verlängert – mit der Maßgabe, dass die Gemeinden Uetze und Nienhagen eine Stiftung gründen. Diese Stiftung sollte die gesamte Bahnstrecke Hänigsen-Ehlershausen von K+S übernehmen und dann dem Verein zur Verfügung stellen.

Nach Auskunft des Uetzer Rathaussprechers Andreas Fitz werden die Kommunen die Gründung der Stiftung weiter vorbereiten. „Damit wir in fünf Jahren nicht wieder bei null anfangen müssen", sagt er.

Der Kalibahn-Verein benötigt fünf Jahre Planungssicherheit, um einen Zuschuss für Gleisbauarbeiten und neue Informationstafeln aus dem Leader-Förderprogramm der EU beantragen zu können.

„Wir wollen auf dem K+S-Gelände in Hänigsen wieder ein zweites Gleis herstellen, damit wir mehr Abstellmöglichkeiten für unsere Fahrzeuge bekommen und rangieren können", berichtet der Vereinsvorsitzende Joachim Leiner. Außerdem sollen neue Informationstafeln die bisherigen provisorischen Schilder an der Strecke ersetzen.

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