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Uetze weist Bedenken gegen Baumarkt zurück

Uetze Uetze weist Bedenken gegen Baumarkt zurück

Der Planungsausschuss des Rates lässt die Bedenken der Stadt Burgdorf gegen einen neuen Bau- und Gartenmarkt in Uetze am Schapers Kamp nicht gelten. Bei einer Gegenstimme hat das Gremium empfohlen, für das Bauvorhaben den Flächennutzungsplan zu ändern und einen Bebauungsplan zu verabschieden.

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Hinter dem Famila-Markt ist der Bau eines Haus- und Gartenmarkts geplant.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Die Verkaufsfläche des Bau- und Gartenmarkts soll 4000 Quadratmeter groß werden. Auf 400 Quadratmetern soll der Betreiber auch sogenannte zentrumsrelevante Waren wie zum Beispiel Kleidung, Fahrräder, Schuhe und Bücher anbieten dürfen.

"Die beabsichtigte Ausweisung des Sondergebietes für einen großflächigen Baumarkt verstößt gegen die Ziele der Raumplanung", kritisiert Burgdorf. Uetze sei ein Grundzentrum, in dem die Läden den täglichen Grundbedarf abdecken sollen. "Das Sortiment eines Bau und Gartenmarktes ist jedoch dem mittelfristigen, aperiodischen Bedarf zuzuordnen", schreibt die Stadtverwaltung. Die Ansiedlung eines Baumarkts schwäche das Mittelzentrum Burgdorf.

"Man muss die Bedenken der Stadt Burgdorf zurückweisen", empfahl der Stadtplaner Askan Lauterbach den Uetzer Politikern. Nach einem Gutachten, das die Gemeinde Uetze eingeholt hatte, wird der neue Markt 96 Prozent seines Umsatzes mit Kaufkraft aus Uetze erzielen.

Die Raiffeisen-Warengenossenschaft (RWG) Osthannover hat Interesse, am Schapers Kamp hinter dem Famila-Markt einen Bau- und Gartenmarkt zu betreiben. Eine Entscheidung, ob das Uetzer Unternehmen die dafür benötigte Fläche von der Grundeigentümerin, der Firma Harly Team kauft, ist nach Auskunft des RWG-Geschäftsführers Cord Bösch noch nicht gefallen.

"Wir haben ein Baugrundgutachten in Arbeit", teilte Bösch auf Anfrage dem Anzeiger mit. Das Ergebnis liege noch nicht vor. Klar sei bisher nur, dass man wegen des moorigen Untergrunds Boden austauschen müsse. Offen sei, wie hoch der Aufwand dafür sein wird. Von der Höhe der Kosten hänge die Entscheidung der Genossenschaft ab, ob sie dort baue.

Wenn die RWG abspringe, würden die Planungen hinfällig, sagte Georg Beu (Grüne) in der Ausschusssitzung. Bürgermeister Werner Backeberg entgegnete, dass es auch andere Interessenten gebe: "Wenn der eine nicht baut, baut der andere."

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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