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Das Loch im Etat wächst weiter

Uetze Das Loch im Etat wächst weiter

Der Nachtragshaushalt macht die dramatische Finanzlage der Gemeinde Uetze wieder einmal deutlich. Die Lücke zwischen Aufwendungen und Erträgen wächst um fast 80000 Euro. Das Defizit beträgt in diesem Haushaltsjahr jetzt mehr als 6,4 Millionen Euro.

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Die frühere Stötzner-Schule ist derzeit ungenutzt. Im Erdgeschoss sollen Büros für die Gemeindeverwaltung eingerichtet werden

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Der Rat hat das Zahlenwerk am Donnerstagabend mit den Stimmen von SPD und Freien verabschiedet. Zwei Gegenstimmen kamen von den Grünen. Die übrigen Ratsmitglieder enthielten sich bei der Abstimmung. "Der erste Nachtragshaushalt ändert nichts an der Finanzlage der Gemeinde. Er wird die Verschuldung nicht aufhalten", kritisierte Grünen-Fraktionschef Georg Beu.

Das Defizit vergrößert sich im Wesentlichen wegen der erhöhten Geschäftsaufwendungen. Zum Beispiel sind bei den Stellenausschreibungen Mehrkosten entstanden, weil die Kommune Stellen mehrfach ausschreiben musste.

Rat und Verwaltung haben mehrere Vorhaben aufgeschoben. Daher sinkt der Kreditbedarf der Kernverwaltung für Investitionen um 150000 Euro auf knapp 1,5 Millionen Euro und der des kommunalen Eigenbetriebs für Gebäudeservice um 640000 auf 1,15 Millionen Euro.

Ersatzlos gestrichen wurden die Beträge für die Herrichtung weiterer Notunterkünfte für Flüchtlinge in diesem und den nächsten Jahren. Der Grund: Die Zahl der Asylbewerber ist stark zurückgegangen. Für 2016 waren 250000 Euro für Notunterkünfte eingeplant

Die Gemeinde wird die Straße im Obershagener Baugebiet Alter Sportplatz nicht mehr in diesem Jahr ausbauen. Der Ansatz in Höhe von rund 200000 Euro wurde in das Jahr 2017 verschoben. Die Erneuerung der Fuhsestraße in Dollbergen verzögert sich ebenfalls. Die Planungskosten für dieses Jahr wurden auf 35000 Euro halbiert. Um diesen Betrag erhöhen sie sich daher im nächsten Jahr.

Neu veranschlagt hat der Eigenbetrieb fast 250000 Euro für den Umbau der früheren Stötzner-Schule. Im Erdgeschoss sollen für eine Übergangszeit Büros für die Gemeindeverwaltung hergerichtet werden. 

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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