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Landungsbrücke erhält Integrationspreis

Auszeichnung geht nach Uetze Landungsbrücke erhält Integrationspreis

Der Verein Landungsbrücke hat für sein Projekt "LogIn-Brücke in die Arbeitswelt" am Mittwochabend den niedersächsischen Integrationspreis verliehen bekommen. Der Verein ist einer von vier Preisträgern. Insgesamt hatte es 170 Bewerbungen gegeben.

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Flüchtlinge absolvieren mithilfe der Landungsbrücke und des Vereins Pro regio ein Bewerbungstraining: Heike Hinrichs begrüßt Shujaee Ghulam Mohammad aus Afghanistan zu einem fiktiven Bewerbungsgespräch.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Die Vorsitzende Claudia Ruhs war nach eigenen Worten "ganz aufgeregt", als sie während der Preisverleihung in Hannover auf die Bühne gerufen wurde. "Mit Herzklopfen" habe sie die Urkunde aus den Händen des Ministerpräsidenten Stephan Weil entgegengenommen. Die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, überreichte ihr den Scheck über 6000 Euro. Der Preis ist mit insgesamt 24.000 Euro dotiert. Jeder Preisträger erhält die gleiche Summe.

Ruhs sieht mit der Auszeichnung insbesondere die Arbeit der Paten gewürdigt, die jeweils bis zu drei Flüchtlinge aus der Gemeinde Uetze betreuen. Derzeit gibt es 16 aktive Paten, die zum Beispiel Geflüchtete bei Behördengängen begleiten, ihnen beim Deutschlernen helfen, ihnen Schriftstücke übersetzen und sie mit zu Ausflügen nehmen.

Die Jury war vor allem davon beeindruckt, dass sich die Landungsbrücke nicht nur um die Basisintegration kümmert, sondern auch Asylbewerber auf dem Weg in die Arbeitswelt begleitet. Gemeinsam mit dem Verein Pro regio hat die Landungsbrücke mit Flüchtlingen ein Bewerbungstraining gemacht. Sie haben unter anderem gelernt, ihren Lebenslauf und Bewerbungen zu schreiben. In den Räumen der Landungsbrücke stehen ihnen vier Computer zur Verfügung, an denen sie mit ihren CDs aus ihren Sprachkursen arbeiten können. "Sie nutzen die PCs auch, um im Netz nach Praktikums- und Ausbildungsplätzen sowie offenen Arbeitsstellen zu suchen", berichtet Ruhs.

Über die Verwendung des Preisgelds von 6000 Euro entscheidet Anfang Dezember die Mitgliederversammlung der Landungsbrücke. Der Vorstand wird sich bis dahin einen Vorschlag überlegen.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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