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Deutschkurse für Flüchtlinge fehlen

Uetze Deutschkurse für Flüchtlinge fehlen

Sprache ist der Schlüssel zur Integration. Aber es gibt für Flüchtlinge nicht genügend Deutschkurse. Das ist bei einem Besuch des SPD-Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch beim Uetzer Verein Landungsbrücke deutlich geworden. Der Verein will Flüchtlingen den Weg ins Berufsleben ebnen.

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Die stellvertretende Vorsitzende Patricia Garriock (von links), der Flüchtling Walid Bakri Aqeel und Landungsbrücken-Chefin Claudia Ruhs erläutern Matthias Miersch das Schulungsprogramm des Vereins zur Berufsorientierung für Flüchtlinge.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Landungsbrücken-Mitglied Ute Kaufmann betreut als Patin eine vierköpfige Flüchtlingsfamilie aus Afghanistan. "Als ich den jungen Mann im Juli kennengelernt habe, konnte er kein Wort Deutsch", berichtete die Uetzerin. Inzwischen habe er gelernt, auf Deutsch Fragen zu stellen und wolle gern einen weiterführenden Kursus besuchen und ein Praktikum machen. "Für Flüchtlinge, die noch nicht anerkannt sind, geht es nicht weiter", klagte Kaufmann.

Er höre immer wieder, dass es nicht genug Deutschkurse gebe, antwortete Miersch. "Wir schaffen noch nicht einmal, für 20 Prozent der Willigen Sprachkurse anzubieten", sagte der Abgeordnete.

Außerdem bemängelte Kaufmann, dass es für das vier Jahre alte Kind der Familie keinen Kindergartenplatz gebe. Wenn es eine Kita besuche, könne es dort bis zu Einschulung Deutsch lernen, gab sie zu bedenken. Die Gemeinde könne nicht von heute auf morgen Kindergartenplätze schaffen, entgegnete Bürgermeister Werner Backeberg. Die Kommune verhandele aber mit freien Trägern über einen Kitaneubau.

Derzeit betreut die Landungsbrücke 20 Flüchtlinge aus Afghanistan und Syrien. Diese besuchen die Treffen des Vereins und nehmen an den Schulungen zur Berufsorientierung teil.

Im Mai will die Landungsbrücke in einem ihrer Räume ein Internetcafé eröffnen. Dort könnten sich Flüchtlinge ihre Sprach-CDs anhören, erläutert die Vorsitzende Caludia Ruhs. Außerdem hätten sie über das Internet Zugang zu Informationen des Jobcenters. Ruhs: "Wir suchen noch jemanden, der das Internetcafé betreut."

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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