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Schleuse statt Todesfalle für Fische

Uetze Schleuse statt Todesfalle für Fische

Der Ziegeleigraben im Frühlingswald soll nicht länger zur Todesfalle für Fische aus der Fuhse werden. Daher will die Aktion Fischotterschutz das kleine Fließgewässer im Zuge des Aller-Projekts für fast 60.000 Euro ökologisch aufwerten.

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Der Ziegeleigraben ist ausgebaggert worden. Er führt bereits Wasser, obwohl die Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Der Ziegeleigraben ist über ein Rohr mit der Fuhse verbunden. Dieser Abzweig befindet sich am Rand des Frühlingswalds in der Nähe des früheren Eisenbahnviadukts. Der Graben fließt durch den Frühlingswald und mündet nach 600 Metern unterhalb der Eltzer Mühle wieder in die Fuhse. "Im Laufe der Jahre haben sich im Ziegeleigraben natürliche Ablagerungen gebildet", sagt Katrin Wolf, Biologin der Aktion Fischotterschutz. Dadurch habe sich die Sohle des Ziegeleigrabens nach und nach erhöht.

Weil darüber hinaus das Bett der Fuhse bei der Begradigung des Flusses vor mehr als 50 Jahren vertieft wurde, sei nur noch bei hohem Wasserstand in der Fuhse Wasser durch das Rohr in den Ziegeleigraben geflossen. Wenn dann der Wasserstand wieder gefallen sei, seien die Fische, die in der Zwischenzeit in den Graben geschwommen seien, vom Fluss abgeschnitten worden. "Sie kamen nicht mehr raus", berichtet Wolf. Manchmal sei das kleine Fließgewässer sogar ganz ausgetrocknet.

Daher hat die Aktion Fischotterschutz den Ziegeleigraben etwa 30 bis 40 Zentimeter tief ausbaggern lassen. Außerdem hat eine Baufirma am Abzweig des Ziegeleigrabens eine Buhne angelegt. Der aufgeschüttete Damm soll laut Wolf verhindern, dass sich vor dem Abzweig Treibgut ablagert.

In der nächsten Tagen sollen die Bauarbeiten abgeschlossen werden. Es fehlen noch die Rohre für den neuen Durchlass von der Fuhse zum Ziegeleigraben. Auf Wunsch der Eigentümer des Frühlingswalds wird vor den Durchlass ein kleines Wehr gesetzt, das im Notfall herunter gelassen werden soll.

Wenn der Ziegeleigraben ständig Wasser führe, könnten die Fische die Wehre an der Eltzer Mühle umgehen, erläutert Wolf.

Das Aller-Projekt, das noch bis 2018 läuft, gehört zum Bundesprogramm Biologische Vielfalt des Bundesamts für Naturschutz. Gefördert werden Renaturierungen im gesamten Einzugsbereich der Aller. "Die Fuhse ist ein Schwerpunkt", sagt Wolf.

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Eine Buhne ist in der Fuhse am Abzweig des Ziegeleigrabens angelegt worden.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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